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Zeit ist relativ

"Dreh dich zur Wand und schlaf' endlich!" Das sind die letzten Worte meiner Mutter, die sie an diesem Abend zu mir sagt. Es ist irgendwann in den 1980-ern und ich bin im Grundschulalter. Wie immer haben wir ein kleines Zimmer zu dritt. Es ist vielleicht 21 Uhr. Vor einer Stunde bin ich zu Bett gegangen. Etwas später, als sonst daheim. Es sind ja Ferien und Urlaub! Aber ich kann einfach nicht einschlafen. Egal wie lange und wie fest ich meine Augen zusammen kneife, sie gehen jedes Mal wie von alleine wieder auf. Meine Eltern schauen einen Krimi auf dem kleinen Kofferfernseher, der im Zimmer steht. Schon alleine deswegen kann ich nicht einschlafen!  Aber ich bleibe zur Wand gedreht liegen. Jetzt nur keinen Fehltritt mehr erlauben. Die letzte Ermahnung hatte an Schärfe schon zugenommen. Also betrachte ich die geschwungenen Rauten in beige und hellbraun auf der Wandtapete. Hier und da hat das Muster kleine Beschädigungen, weil zB. jemand angestoßen oder entlang geschrammt ist...

"Santa Maria"

Es war in den frühen Achtzigern, als Tantchen frisch ins Neubaugebiet eingezogen war... Wir waren bei ihr eingeladen in der kleinen, aber gemütlichen Einraumwohnung. Nach dem Essen tanzten wir ein bißchen zu Schlagermusik. Alle miteinander - also wirklich ALLE: Sie tanzten auch mit mir. Sicher jeder mal, aber in Erinnerung ist mir das mit meinem Papa... 💔  Einer, der mich liebte und stolz auf sein kleines Mädchen war... Irgendein "anderer" Papa, als jener, der heute auf diesem Erdenrund weilt... An dieses Glück, an dieses geliebt und geborgen sein in diesem Moment, kann ich mich noch gut erinnern. Manchmal zu gut...?! Gestern war Orchesterprobe. Neu im Programm ist ein Kaisermania-Medley, welches aus "Warum hast Du nicht nein gesagt", "Santa Maria", "Dich zu lieben" & "Joana" besteht. Es waren vorallem die beiden älteren Songs die mich gestern Abend in diesen alten, aber schmerzhaft schönen Moment zurück katapultierten. Immer wiede...

Eine schöne Umkehr

Als ich Mitte der Neunziger eine Lehrstelle suchte, war das ein ziemlich schwieriges Unterfangen. Nach den sogenannten Babyboomern, waren wir wiederum sehr geburtenstarke Jahrgänge, die da von der Schule abgingen. Dementsprechend überlaufen war der Lehrstellenmarkt. Nicht selten kamen auf eine einzige Lehrstelle weit über hundert Bewerber. Da ich mit einem leidlich guten Abiturzeugnis von der Schule ging, war es sicherlich etwas einfacher, als wenn man ein vergleichbares oder schlechteres Zeugnis der mittleren Reife mit heimgebracht hätte. Anfangs wusste ich überhaupt nichts. Das heißt eher - ich hatte ein ziemlich genaues Gespür dafür, was mich interessieren würde, aber was ich aufgrund meiner Leistungsfähigkeit und meiner Möglichkeiten NICHT schaffen würde: ein Medizinstudium oder ein Studium der Mikrobiologie. Überdies war ich Schüler, schon so lange Schüler, dass ich mir gar nicht mehr richtig vorstellen konnte, je etwas anderes zu tun, als zur Schule zu gehen... Die Entscheidungsh...

Eibenmord

Das ist eine Eibe.  Die kann da nicht stehen bleiben. Du, deine Eibe muss da weg. Die wird viel zu groß. Woanders kann die kleine Eibe nicht hin. Schade. Eibenmord! ------- Blumen, immer bekommen wir nur Scheiss-Bumen geschenkt...! Wir mögen Bäume und Bäumchen... Diese kleine Eibe ist uns quasi 'zugeflogen' vor ein paar Jahren. Nur so groß, wie der kleine Finger. Das winzige Stämmchen hatte eine Krümmung, aber sie wuchs wacker weiter. Nun war sie nach 4 oder 5 Jahren etwa 70 cm hoch. 🥺 Nun ist sie nicht mehr da. Ich hab sie selbst beseitigt, weil andere es so wollten. Arme kleine Eibe. R.I.P. _____ EDIT: Das Eibenstämmchen ruht nun auf dem Regal in der Ergopraxis...

Neubeginn?!

Heute ist ein besonderer Tag... oder vielleicht auch die Zeit, welche gerade ist...?! Neben mir liegt gerade ein kleiner, dreifarbiger Hund - ein Chihuahua. Er gehört meiner Cousine, welche ein paar Tage Urlaub macht und Amy 🐶 nicht mitnehmen konnte. Die süße Hundedame macht uns allen hier sehr viel Freude. Sie ist aufgeweckt, verschmust, verspielt und erobert jedes Herz im Sturm; sogar das der kleinen, 98-jährigen Uromi, die eigentlich Angst vor Hunden hat. Dennoch ist der Morgen heute 'ausgebremst'. Zwei Alpträume haben mich nachts viel Energie gekostet... Der Körper reagiert prompt. Ich versuche  alles, so gut wie es geht, wegzudrücken... Heute lerne ich einen besonderen Menschen kennen. Glaube ich jedenfalls. Bislang hatten wir nur Kontakt per Mail. Das waren sehr zugewandte Mails, in denen wir alle uns sehr verstanden und gesehen fühlten. Nach der Abgabe der Hausarztpraxis an die jüngere Generation, ist sie nun 'nur noch'  für ein paar Jahre als Therapeutin in der...

Aufbruch aus dem Zwergenland

Schon seit geraumer Zeit sind meine Kinder längst keine Zwerge mehr. Der "kleine" Zwerg überragt mich gar um 10 Zentimeter! Die "große" Zwergin hat genau einen Zentimeter vor meiner Haupteshöhe ihr Wachstum eingestellt. Unsere junger Erwachsene strebt schon mit raumgreifenden Schritten ins Leben hinaus: Schreibt ihr Abitur in wenigen Wochen, plant ihr Studium und schmiedet mit ihrem langjährigen Freund an ihrer Seite Pläne, wie einst ihr erstes eigenes Zuhause und ihr gemeinsames Leben aussehen soll. Unser "langer" Teenager geht mit dem Kumpel ins Fitness, besucht den Aufbau-Tanzkurs, trifft sich mit Freudinnen zum Lernen und plant seine erste kurze Urlaubsreise, die er ganz alleine antreten wird. Er besucht für ein paar Tage eine Freundin im Saarland, welche er letztes Jahr im Sommerurlaub mit uns kennen gelernt hat. Sie verlassen also Schritt für Schritt das heimelige Zwergenland... Und das tun sie so ganz anders, als es bei mir vor Jahrzehnten der Fall ...

Minimalversorgt auf Parkum

Seit mehreren Wochen bin ich nun schon auf Therapeutinnensuche... Wie ich schon im Dezember vermutete, ist es ein ziemlich frustrierendes Unterfangen. Heute hätte ich ein erstes Vorgespräch zu einer Gruppe (10 Termine) gehabt. Selbst das fällt kurzerhand wegen Erkrankung aus. Es wird sicher zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden, aber das macht im Hier und Jetzt keinen Unterschied. Im Innen fühlen sich mal wieder alle weggeschickt... Aufgrund meiner-unserer Diagnosen fällt ein großer Teil der Therapeutinnen in der Region schon weg. Die verbleibenden, welche meine-unsere Diagnosen behandeln können und wollen, sind so gnadenlos überlaufen, dass sie auch auf lange Sicht niemanden mehr annehmen können. Auch nicht auf Wartelisten. Diese Listen sind übervoll und damit "geschlossen". Wahrscheinlich reichen die jeweils aus, um die Arbeitsversorgung der jeweiligen Therapeutinnen bis zur Rente zu sichern. Es ist also gut und gerne möglich, dass ich jetzt ein oder zwei Jahre gar keine a...

Auf nach 2025

☆ Allen Lesern Wünsche ich von ganzem Herzen Einen Guten Rutsch nach 2025 Bleibt gesund Passt gut Euch & Eure Lieben auf Und lest hier gern weiter mit Alles Liebe Eure Himbeersplitter ☆

"Dr yllgagsgs"

Oder: Manchmal sind komplizierte Wortverstabbuchselungen die allerschönsten Nachrichten die man bekommen kann. ♡ Danke, liebe Freundin! Auch für diese hier: "ßcĥĺäf ĝüt⭐"

Malheur de Kack

Ich öffne die Mail-App und klicke "Aktualisieren". Das habe ich heute schon mehrmals getan und Gestern auch und Vorgestern. Die Frequenz mit der ich das immer wieder tue, nimmt zweifelsohne ab. Aber es ist noch viel zu häufig... Manchmal ist kaum eine Viertelstunde vergangen. Außerdem ist es ja nicht so, dass die App das nicht auch selbst könnte. Ich warte. Oder nein - ich warte eigentlich nicht. Ich bin mir sicher, dass da nichts mehr kommt. Es ist alles gesagt! Aber alle anderen im Innen warten... Sie sind verletzt, verheult, verrotzt, wütend, trotzig, verschlossen, eingefroren, schockiert, bleich vor Schreck und Angst. Am Montagmorgen sind wir alle noch fröhlich aus der Visite gehopst. Der Plan für die letzten zweieinhalb Wochen Klinikaufenthalt klar strukturiert...: Und am Mittag lies eine einzige Mail mit einem lauten Knall das ganze Konzept platzen!!! Unsere "geplant" neue Therapeutin wird uns nicht behandeln, da wir neben der komplexen Traumafolgestörung eine...

Wohlgefühl

Sicher. Warm. Ruhig. Satt. . . . Etwas schläfrig... Entspannt! Gut versorgt. Gemütlich. Auf dem Bett. Lektüre und Süßes in Reichweite. Kuscheltier im Blickfeld. Abend. Hier & Jetzt. Sonst nichts. Gut. Einfach gut. Wohlgefühl.

Das Mädchen und der Mond

Es war einmal ein kleines Mädchen, dass zählte gerade fünf Winter. Eines Morgens wurde es früh von seiner Mutter geweckt. Während es sich noch ein wenig müde und verträumt langsam die Kleider anzog, bemerkte es, dass der Mond von draußen herein schien. Groß und hell golden, wie ein blank polierter Taler schien er zum Fenster hinein. Das Mädchen bestaunte ihn. Fast sah es so aus, als habe er tatsächlich ein Gesicht, so wie auf dem Bild im Märchenbuch, welches im Schrank stand. Und dann schien es gar, als würde er dem Mädchen zuzwinkern und anschließend lächeln. Ob das nun so war oder ob es nur so schien...?! Wer weiß - jedenfalls lächelte das Mädchen strahlend zurück... "Trödle nicht!", mahnte die Mutter, "Wir müssen gleich gehen." Als das Mädchen und seine Mutter auf die Strasse traten, ging bereits die Sonne auf. Schräg lugte sie vorsichtig durch Bäume und über Dächer. Nach einem kurzen Wegstück kamen sie in ein Haus. Dort arbeitete eine Frau, die das Mädchen mit s...

Der Mensch lebt nicht...

...vom Brot allein. Manchmal lebt er auch von "Luft und Liebe". Vorallem aber sind wir Menschen soziale Wesen, die einander brauchen. Entfaltung, Individualismus, Selbstverwirklichung; aber auch gemeinsame Erlebnisse, Austausch und Nähe... Natürlich bin ich immer wieder froh, eben doch nicht alleine zu leben. So verlockend es immer wieder erscheint, sich nur um sich selbst zu kümmern, stecken doch auch große Herausforderungen dahinter. In der Nacht zu Sonntag kommen meine Lieben nun wieder nach Hause. Ich freue mich sehr auf die Drei! Die Pause vom Familienleben hat mir gut getan. Ohne Zweifel. Aber diese Tage haben mir auch versichert, dass es ein Glück ist, diese Familie zu haben und in ihr leben zu dürfen. ♡♡♡♡ Ich bin froh darum, dass meine Traumakisten solange zu geblieben sind, bis diese Familie entstanden und gut zusammen gewachsen war - so gut, dass sie meine sich öffnenden Traumakisten und damit meine Schwierigkeiten mit abfangen konnten. Ich weiß, wie viele Betroffe...

Stille

... . "Hört Ihr etwas?" . "Nein?!" . "Ich auch nicht..." Doch! Die Digge 🐢 scharrt noch mal ganz kurz mit den Hinterbeinchen, um es sich in ihrer "Zweitwohnung" (Pappkarton mit Wolltuch) so richtig bequem zu machen. Draußen ist ein regnerischer Tag, der Herbstwind pfeifft um die Ecken. Nach einem ausgiebigen Spaziergang in der Küche hat es sich Madame gemütlich gemacht. Außer ihr und mir...ist das Haus leer. Ruhe. Stille. Keiner will was von uns beiden... Die Familienbande habe ich heute morgen zum Bahnhof gebracht. Nach einer Zugfahrt haben sie auf dem Berliner Flughafen eingecheckt und starten gegen Mittag Richtung London. Eine Woche lang werden sie die Stadt erkunden. Die Warner-Brother-Studios (Harry Potter) stehen dabei genauso so auf dem Plan, wie eine Rundfahrt auf der Themse und ein Besuch des London Eye. Sicher werden sie in diesen Tagen noch viele andere große und kleine Highlights entdecken. Viel Spaß Euch... ♡ Und hier?! Ich bin seit...

"Völlig losgelöst...

...von der Erde, schwebt das Raumschiff  schwerelos..." (Peter Schilling) Das klingt einerseits nach totaler Freiheit, kann aber auch eine völlige Bodenlosigkeit bedeuten. Bei uns ist es gerade eher Letzteres: Gestern Vormittag klingelte mein Telefon - die Klinik war dran. Mir schwante gleich gar nichts Gutes. So war es dann auch: Meine Aufnahme verschiebt sich um eine weitere Woche! 🫣 Nein. Nein... NEIN!!! ...nein... . . "Sind Sie noch dran?" . . . . (ich knurre leise als Beweis) . . . . "Es ist in Ordnung, wenn Sie jetzt gerade nicht sprechen können." . . . . (ich kriege kein Wort heraus) . . . . (mein Weinen und auch Atmen sollten halbwegs hörbar sein.) . . "Ich möchte sicher gehen, dass Sie Ihren vorläufig neuen Aufnahmetermin bei uns registriert haben." . . . . . "Hmm." (bringe ich mühsam heraus)... So oder ähnlich endet das Telefonat dann irgendwann auch - weitgehend als Monolog der Kliniksekretärin, da mein Broca-Areal im Hirn mir de...

Rollenverlust

Anfang des Monats besuchte ich mit meinem Mann eine Ausstellung* in der Vorschau - d.h.: Er hatte 2 Freikarten vor der eigentlichen Eröffnung. Dieser Besuch wurde zu einem ziemlichen Debakel für mich und steht rückblickend jedoch ziemlich passend für meine derzeitige Situation. Im ersten Teil der Ausstellung ist der Besucher selbst Teil der Installation. Dabei wurde ziemlich überraschend meine Identität mit der fremden Identität einer anderen Besucherin überlagert. 😱👽 Im ersten Moment kam es in mir zum Erstarren. Ich war nicht einmal mehr fähig meine Augen ganz bewusst zu schließen. Nach gefühlt unendlich langer Zeit gelang mir das irgendwann. Den Rest der Ausstellung verbrachte ich im dissoziativen Nebel. Am Ausgang von Teil 1 nahm ich mir dann einen Klapphocker und setzte mich in eine Gebäudenische. Nur vorn war offen - neben und hinter mir schützendes Mauerwerk. So wartete ich dann auf meinen Mann, der unglücklicher Weise in der nächsten Besuchergruppe gelandet war.  Teil 2 de...

Zwischen-Oase

Selfmade! Zuletzt (vergangene Woche) war der Psychische Schmerz so stark und schneidend scharf geworden, dass wir es schier nicht mehr aushielten. Um einen Vergleich zu tatsächlich-körperlichem Schmerz zu ziehen: 'Einer, den Du mit einem Zitronengesicht und viel Kraft schon ein paar Minuten aushalten kannst; aber nicht wenn er über Stunden, Tage, Wochen so krass anhält - ohne Pause. Nach einer Zeit lang hast Du einfach nur den Wunsch, den Schmerz IRGENDWIE auszuschalten. Hautsache er wird weniger oder ist nicht mehr da. Dann nimmst Du auch inkauf, dass das Deine Existenz mit einbezieht.' Ja, es ist ein ganz altes Gefühl. Das erste... Das Älteste überhaupt: Verlassen zu werden. Allein zu sein. Und damit (als Neugeborenes) Todesangst. Die Lösung aus dieser Abwärtsspirale ist so einfach, wie simpel: Unsere liebe Therapeutin ist noch genau einen Monat da. Wir schreiben sie an, ob wir nochmal kommen dürfen und erhalten einen Termin. Da waren wir heut. Schon der kurze Kontakt per Mai...

Fata Morgana

...oder wie meine Rettungsinsel davon schwamm. Einen Tag nach dem letzten Beitrag hier, erfuhr ich, dass eine ehemalige Mitpatientin gerade im Zauberschloss angereist war. (für volle 6 Wochen!) Im letzten Jahr hat sie zwei Freundinnen von mir jedoch derartig viel Kummer bereitet, dass ich mit all diesem Wissen nicht gemeinsam mit ihr im Zauberschloss sein kann...  Kaum hatte ich diese zwangsweise Verschiebung halbwegs verdaut, tauchte die nächste auf. Eine Telefonat mit meiner Zauberfee brachte zutage, dass ich somit erst Ende Sep. aufgenommen werden kann. Frühestens! Statt meiner einer wird natürlich jemand anderes aufgenommen, dem genauso min. 4 - 6 Wochen Aufenthalt zustehen. Es ist zum Heulen! Damit bin ich wenigstens anderthalb Monate später dran, als ursprünglich geplant.  ;-( (Für aktuelle Themen, Albträume etc. habe ich ja derzeit niemanden, der mit mir psychotherapeutisch arbeitet.) Dazwischen gab es noch Hochstress mit Baumaßnahmen daheim - Überforderung, fremde Kerl...

...ist vor der Prüfung

...draußen vorm Cafe ist alles wie immer: Der Stadtverkehr braust vorbei, träge bewegt sich die Sommerluft durch den Raum, sachte angeschoben vom Ventilator an der Decke. Der Platz liegt im gleisenden Sonnenlicht. Jeder der kann, flüchtet so schnell wie möglich in den Schatten zurück. Doch egal, wie hoch die Temperaturen auch steigen, die Welt in Gänze zeigt sich stets unbeeindruckt von allem, was passiert... sieht sich nicht veranlasst, einmal kurz aufzuhören mit dem Weiterdrehen. Zwei liebe Mitmenschen aus meiner Familie sind verstorben - ein Onkel verlor den Kampf gegen den Krebs; der Endgegner einer Tante hies Alkohol... Die Welt dreht sich einfach weiter und auch die Zeit schreitet fort... Neben Traurigkeit im Knopfloch, erreichen mich neue Geister - Alpträume, die Ende & Tod symboliseren. Schwer und bedrohlich, wie Wolken einer aufziehenden Gewitterfront rücken sie näher. Die Luft um mich herum ist zum Schneiden dick. Bedrückend. Kaum, dass sie sich noch atmen lässt...  E...

Nach der Prüfung

  Das Danach Beginnt Jetzt