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Mogelpackungen gabs damals schon...

Noch halb im Dusel schnappte mein Hirn heute morgen nach einer alten Erinnerung, die vorbei flog. "Happ" - "Gefangen!" Vorab als Einstieg - der Rahmen dazu: 1988 fand das XIII. Pioniertreffen der DDR im damaligen Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) statt. Als Nachrücker hatte ich das Glück und durfte daran teilnehmen. Ja, "durfte" und "Glück", denn in diesen Tagen hat die DDR nocheinmal alles aufgefahren, was sie eigenlich schon lange nicht mehr hatte (zumindest nicht für die breite Bevölkerung). An einem Samstag Mitte August bestiegen tausende Pioniere aus allen Bezirken der DDR Busse und Züge, um zum Pioniertreffen nach Karl-Marx-Stadt zu fahren. Die ersten Tage waren den sogenannten Friedensmärschen vorbehalten. Das hiess im Kleinen, dass wir auf Wanderungen unsere Heimat und Natur entdeckten. Nicht immer nur politisch, wie man erwarten könnte. Wir gingen ins Freibad, erkundeten Felsen und suchten dort nach Fossilien, lauschten spannenden Räuberg...

Eine Geschichte

Der Abend war ruhig und kühl. Hin und wieder kräuselte eine Windböe das Wasser auf dem Fluss. In der Ferne lärmte noch der Verkehr. Ich lief immer weiter den Weg zwischen Bahndamm und Fluss entlang. Das Licht der Straßenlaternen vom gegenüberliegenden Ufer reichte gerade so für eine diffuse Ausleuchtung meines Weges. Doch er war eben. Keinerlei Stolperfallen waren zu befürchten. Einige Enten schnatterten am Ufer ihr beruhigendes Abendgebet...    Plötzlich knackte es neben mir im Gehölz und dann schnaufte es. Unweit von mir stand ein stattliches, schwarzes Ross mit seidig glänzendem Fell. Ein Mann saß auf seinem Rücken im Sattel. Er hatte langes Haar, trug historische Kleidung und sah sich verwundert um. Eine Armbewegung und ein leises, schleifendes Geräusch verriet mir, dass er sein Schwert vorsichtig heraus zog. Da entdeckte er mich. Erstarrt blieb ich auf der Stelle, wo ich war. Er schien geradewegs aus dem Alten Stollen unter dem Bahndamm gekommen zu sein... Aber wie war da...

Es war einmal...

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...ein schwarzes und ein weißes Königreich. Das schwarze Königreich wurde von der schwarzen Königin regiert - ganz allein. Sie duldete keinen Rat. Es lag mitten in einem Gebirge aus lauter schwarzen Steinen und Felsen. Die schwarze Königin hatte eine seltsame Krankheit. Sie brauchte viel Ruhe und Zeit für sich. Ein Zauberer hatte der Königin einst prophezeit, dass nur ein starker und heldenhafter Recke sie von ihrer Krankheit befreien konnte. Die Recken kamen wohl und gingen alsbald wieder. Aber niemand konnte die schwarze Königin befreien. Mit Schimpf und Schande jagte sie jeden von ihnen wieder vom Hofe, so sie nicht schon gegangen waren. Die schwarze Königin hatte 3 Kinder: Aschekind, Goldkind und Träumekind. Goldkind war ihr Lieblingskind. Sie verwöhnte es, so gut es nur ging. Hatte Goldkind einen Wunsch, ging er sogleich in Erfüllung. Goldkind durfte fast alles - Goldkind konnte fast alles. So war es beliebt im Königreich bei Jedermann und Jederfrau auch weit über die Grenze...

Dr. Huhn

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Vorhin nach dem Küchendienst bin ich noch eine Runde ums Haus. Da kam ich bei den Hühnern vorbei. Im Stall war gerade mächtig rabatz. Als ich näher kam, hatte offenbar jeder seinen Platz gefunden und es herrschte wieder Ruhe. Das Gehege war offen und auch der Stall. Ein Huhn sprang von der Stange und kam auf mich zu. (Hühner sitzen tatsächlich auf der Stange!) Es hatte gar keine Scheu und kam immer näher. Erst beäugte es mich kritisch, dann ging es jedoch ganz cool an mir vorbei auf den Weg. Pickte hier. Pickte dort. Schüttelte sein Gefieder. Putzte sich kurz. Pickte wieder. Zwischendurch schaute es mich immer wieder an. Es musterte mich regelrecht. Da fiel mir auf, dass ich das erste Mal einem Huhn gegenüber stand, ohne dass uns ein Zaun trennte. Ja, ich bin ein wahres Stadtkind! Das Huhn und ich - zwischen uns nur ein winziges Wegstück und ein paar Grashalme... Das Huhn war sogar so zutraulich, dass es mir erlaubte, auf dem schmalen Wegstück an ihm vorbei zu gehen. Danach machte es...

Der Sprung in der Schüssel

Es war einmal eine alte chinesische Frau, die zwei große Schüsseln hatte. Diese hingen an den Enden einer Stange, die sie über ihren Schultern trug. Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war. Am Ende der langen Wanderung vom Fluss zum Haus der alten Frau enthielt die eine Schüssel stets die volle Portion Wasser, die andere war jedoch immer nur noch halb voll. Zwei Jahre lang geschah dies täglich. Die alte Frau brachte nur anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung. Die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich aber wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte wofür sie gemacht worden war. Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel zu der Frau: „Ich schäme mich so wegen meines Sprunges, aus dem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft.“ Die alte Frau lächelte: „Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Se...