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Was davon gehört zu mir?

...oder besser gesagt, was davon gehört zu den Geschichten meiner Vorfahren? Ich lese ja nicht besonders viel. Ein wenig aber eben doch. Ich gebe zu, ich könnte mir leichtere Kost auswählen, aber letztenendes lese und verstehe ich immer das, was für mein Innen von Interesse ist. Derzeit ist es "Kinder unterm Hakenkreuz- wie wir den Nationalsozialismus erlebten" von Frank Schwieger. Hier erzählen Kinder aus ihrer Sichtweise für Kinder in der heutigen Zeit, wie sie diese Epoche damals erlebten. Dazwischen gibt es stets Kapitel, welche Fakten und Historie hinter diesen Geschichten erklären. Den geschichtlichen Teil lasse ich weg. Das war in der Schule x-mal dran. Es geht um Flucht, Vertreibung, Verstecken und Verstecktwerden, um erlebte Bombenangriffe und überlebten Beschuss von Tiefliegern, welche nicht selten auch Flüchtlingstrecks ins Visier nahmen. Es geht um unglaublichen Hunger und grausame Kälte. Es geht um verlorene Heimat, verlorene Freunde, verlorene Verwandte... Aber ...

Megajump

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Vor 2 Wochen war der letzte Klinikabend für uns alle in einer angenehmen Blase, in welcher für fast alle und alles gesorgt ist und heute sind wir viele hunderte Kilometer südlich vor dieser atemberaubenden Bergkulisse. Ja, es ist traumhaft hier. Der  Weg der letzten 2 Wochen eher weniger. Zuviele Veränderungen in viel zu kurzer Zeit. Dazu diese krachende Hitze, welche wir mit jedem Lebenjahr weniger gut zu vertragen scheinen. Nun strömt kühle, harzig-würzige Luft aus dem Waldsaum hinter mir heran... Schmerzen, Tränen und der schwere Albtraum von letzter Nacht sind erstmal hinweg gewischt. Das tut gut. Vielleicht darf jetzt ein wenig Erholung entstehen...?!

Buchtipp

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   Wir danken Dir von Herzen, liebe D.M. für dieses schöne Buch! Die Himbeersplitter

Time To Say Good Bye

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So, da sind nun also schon wieder 6 Wochen herum. Zeit, "Auf Wiedersehen" zu sagen. Denn es wird ein Wiedersehen geben. Sehr wahrscheinlich nächstes Jahr in der zweiten Hälfte. Denn neben vielen guten Aspekten und jeder Menge innerer Arbeit hielt der Klinikaufenthalt auch wieder viele Überraschungen bereit. Die Alpträume traten viel häufiger und stärker auf als daheim. Der selbstgebaute Alptraumfänger wird wohl nicht ganz ausreichen, obwohl er von der Zauberfee und mir mit gaaanz viel magischer Energie aufgeladen wurde. Desweiteren gingen allein 2 Wochen dafür drauf, einen möglichst passenden Umgang mit einem "Arschengel" zu finden. Das ist ein Mensch, den man zwar nicht geschenkt haben möchte, bei dem man aber etwas Wichtiges über sich selbst erfahren und lernen darf. Viel Zuspruch, Dank und Ermunterung erhielt ich von MitpatientInnen. Sie mögen meine Art, meinen Humor, meine Sanftheit und meine Empathiefähigkeit. Da ich 2 Mal mit einer anderen Patientin die Patien...

Gänseblümchen

Ich habe heute meine Freundin sehr glücklich gemacht! Da tanze ich innerlich im Kreis, dass könnt ihr glauben... 😁 Großer Dank geht dabei an Sie, liebe C.H. ♡

Nach über 4 Wochen

So langsam, aber sicher neigt sich auch dieser Klinikaufenthalt dem Ende zu. Gerade mal 12 Tage haben wir noch im Zauberschloss, bevor wir wieder nach Hause fahren werden.  Obendrein ist diese Woche unsere Zauberfee davon geschwebt in einer wichtigen Angelegenheit. So haben wir eine junge Therapeutin zugeteilt bekommen, welche wir (obwohl sie unsere Gruppe leitet) erst noch besser kennenlernen mussten. Unser Fazit lautet, dass sicherlich noch das ein oder andere Handwerkzeug fehlt, aber in Zukunft mal eine sehr gute Traumatherapeutin aus ihr werden wird. ♡ Eine gute Therapeutin ist sie jetzt schon.  ^^ Was uns hier - noch stärker als daheim - zu schaffen macht, sind die oberfiesen Albträume. Es ist alles andere als leicht, sich jede 2. Nacht mit einer “Fast-wäre-ich-gestorben”-Szene auseinander zu setzen. Es schlaucht. Es raubt Energie, die wir eigentlich dazu gewinnen wollten für die nächsten Wochen und Monate daheim. Außer die Medikation hochzusetzen, kann man kurzfristig le...

Der Tunnel

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...in dem der Schrei stattfand, verändert sich: "Der Schrei (ver)geht" Mit Naturfarben auf Aquarellpapier gemalt. Algengrün. Blattgrün. Blütenfarben in gelb, rot und violett. Holzkohle. Mit Pigmentfinelinern fertig gestellt.

Der Schrei

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...frei nach dem Gemälde von Edvard Munch: Er gellt in den Wipfeln der Kiefern, der Schrei. Lässt sie erzittern bis in die Wurzeln. Die Luft ist erstarrt. Nur ein einziges Birkenblatt bewegt sich. Zittert es? Oder wird es vom Schall bewegt? Blass ist das Gesicht vor mir. Aufgerissen die Augen, blutunterlaufen. Ihre Blicke hassen, vernichten und schreien mit dem Schrei empor. Der Waldweg scheint sich zusammen zu ziehen zu einem graugrünen Tunnel, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt. Es scheppert in Ohren und Hirn, als ob Porzellan einer ganzen Hotelküche zerschlagen wird. Möge der Schrei doch enden! Aber er gellt weiter und weiter - wird lauter und lauter, als ob es kein Ende davon gibt. Die Hände heben Zapfen auf. Pressen sie fest zusammen. Sie knacken und brechen zwischen Handflächen und Fingern. Nur nicht fortreissen lassen vom Schrei. Nur nicht erstarren, wie die Luft. Nur nicht in noch größere Not geraten. Dann Stille... Stille, wie ein Sog, die alles mit sich nimmt, was der Schrei...

Erneuerung & Wachstum

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  Heute und morgen kommen jede Menge neue PatientInnen an. Acht insgesamt - das ist fast ein Drittel! Vertraute Gesichter reisen ab. Neue unbekannte kommen hinzu. Schwierig für uns alle im Innen, obwohl wir zu keinem bislang eine engere Verbindung aufgebaut haben... Verbundenheit heißt die Karte, die ich gerade gezogen habe. Der Titel passt für mich so halb, denn eigentlich versucht das Mädchen Blätter, die vorbei wehen, einzufangen. Eins hält sie in der Hand. Möchte sie weitere fangen, muss sie andere vielleicht wieder loslassen. Alles ist im Fluss - Werden und Vergehen, Ankommen und Weiterziehen... Nur Veränderung ermöglicht Wachstum. Bisweilen sind Veränderungsprozesse sehr schmerzhaft. Aber ohne sie zu durchschreiten, wählt man automatisch den Stillstand. Eine der Neuankömmlinge ist heute Mittag mein Gast. Ich werde ihr die ganzen Abläufe hier in der Klinik erklären und das Gelände, so wie die Räumlichkeiten zeigen. Ich bin schon gespannt, wer sich hinter dem Namen verbirgt. Le...

Guten Morgen im...

 Zauberschloß. 🌞 Schon ist das erste Wochenende da. Heute treffen wir unsere Freundin und Lieblingsmitpatientin aus 2018 wieder. Wir sind gerade beide nicht so wahnsinnig fit - sie wegen Long Covid, ich wegen Fahrradsturz. Mal sehen, was heute so wird, ob wir wenigstens bis in den Ort laufen. Wir haben uns fast 2 Jahre nicht gesehen. Da haben wir genug zum Schnacken. Langweiig wird uns wohl nicht werden. Da Donnerstag Feiertag war und freitags in meinen Gruppensegment nicht viel los ist, war es bislang ruhig. Außer einer Stunde Kunst ist noch nichts weiter passiert. Es hat sich nicht nur das Haus und das Personal etwas verändert, auch das Miteinander der Patienten hat sich verändert. Leider essen nicht mehr alle gemeinsam. Drinnen sitzen ein paar, draußen sitzen einige und andere wieder essen generell auf ihrem Zimmer. (Seit Corona ist das erlaubt und bleibt nun wie es scheint.) Dadurch bleibt jeder mehr für sich. Es bilden sich kleine Grüppchen. Ich gehöre bislang nirgendwo dazu....

Sanfte Landung

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Nach dem Erwachen gegen 3:40 Uhr und einer Autofahrt von knapp 5 Stunden war ich nach genau 5 Jahren und einem Monat wieder da: Am Zauberschlösschen im Zauberwald, wo die Zauberfee 'wohnt'. ♡   Im Zauberschloss herrschte gestern Großeinsatz, da ein Viertel der Patienten an- oder abreisten. Da ich schon kurz nach 9 Uhr da war (und nicht erst 10 Uhr, wie verlangt), hatte ich Glück. Ich war mit eine der Ersten und sparte so viel Wartezeit ein. Ich wartete noch keine 5 Minuten im Foyer auf die Aufnahme, da kam schon unsere Zauberfee mit einem freundlichen Lächeln vorbei geschwebt, grüßte kurz und freute sich sichtlich über unser Wiedersehen. Wir alle im Innen freuten uns auch riesig. Ganz warm wurde es im Herzen... Nach der Aufnahme in der Pflege, Auto ausräumen und Zimmerbezug, hatten wir unser erstes Gespräch mit unserer Zauberfee. Wir knüpften ganz locker und leicht dort an, wo wir vor 5 Jahren die gemeinsam gesponnnenen Fäden niedergelegt hatten. Im ihrem uns wohlvertrauten Spr...

Muttertagsbetrachtungen

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Oder doch lieber Elterntagsbetrachtungen?!? An den Muttertag 2016 kann ich mich noch genau erinnern. Es war der 71. Geburtstag meiner Tante, der ältesten Schwester meiner Mutter. Wir waren bei ihr im Garten eingeladen, um mit ihr zu feiern. Natürlich waren auch alle anderen Geschwister nebst Familien dabei. Es war ein sonniger und milder Frühlingstag. Es ging mir zu dieser Zeit sehr schlecht, jedoch war ich für den Moment wieder etwas "gefasster", da ich 10 Tage später meinen ersten Termin bei meiner Therapeutin haben sollte. Ein zarter Hoffnungsschimmer am Horizont. Da es auch der Muttertag war, den ich mehr als Elterntag empfand, hatte ich 2 meiner Kinderzeichnungen ausgewählt, sie für meine Eltern farbkopiert, um sie ihnen zu schenken. (Nicht den Strauß, der ist hier nur Deko.) Es war ein allerletzter Hilfeschrei von mir, diese - unsere Eltern-Kind-Beziehung - doch noch retten zu könnnen. Mir ist mittlerweile klar, dass diese Signale von mir vorallem falsch verstanden werd...

zündende Fragen

Gestern wurde mir wieder einmal die Frage gestellt, warum mein "Missbrauchsthema" erst "so spät" heraus kam? Warum ich mich nicht eher jemandem anvertraut habe...? *herrjeh!* Sehr wohl wissend, dass ich den Fragesteller gut verstehen kann, weil mir das auch hätte passieren können ohne mein Wissen von der anderen Seite, antwortete ich geduldig... Als erstes hatte meine Bluetoothtastatur"z" und "y" vertauscht. Ich MUSSTE diese Frage jedoch SOFORT ausführlich beantworten! Die Not damit ging mir sofort bis in die Knochen.  Als die Tasten wieder taten, was sie sollten, schrieb ich mir halb wütend, halb verletzt alles in Kurzfassung von der Seele. Zitternd, verletzt, aufgewühlt. Nah an der Dissoziation dran. Etwas erfühlen? Nein. Schnecken aufmalen? Nein. Mit links schreiben? Nein. Ich nahm "Matti" von Helga Talke aus dem Regal... Ja, seine erste Lehrerin hat ihn denunziert, vorgeführt und verhöhnt. Matti steckt das halbwegs weg - träumt sich...

Arbeitsmutti

(...jaja, Du hast richtig gelesen, jetzt kommt ein Kapitel über uns Beide...) Ich habe mir von klein auf immer wieder mütterliche Bezugspersonen außerhalb meiner Familie gesucht, die es gut mit mir meinten. Außerhalb meiner eigenen Familie also, was meine Mutter verständlicher Weise sehr ärgerte, wenn sie diesbezüglich mitbekam, dass ich anderen Frauen mehr anvertraute als ihr. So denn: Die erste Bezugsperson "dieser Art" im Berufsleben war meine Kollegin, die ich dann an einem Muttertag für mich offiziell Arbeitsmutti taufte. Denn das war sie nun mal. Ich bin ihr dankbar, dass sie da war, auch wenn wir in der ersten Zeit mehr Abstand hatten, als später. Sie ist nur wenig jünger, als meine eigene Mutter. Sie war einfach da, wenn es mal wieder kagge lief oder ich "herunter geputzt" wurde... ♡  In dieser ersten Firma, in der ich 3 Jahre Lehrzeit und 3 Gesellenjahre verbrachte, waren vorallem die ersten Jahren sehr schwierig. Das Verhältnis zur Tochter des Chefs und ih...

Kleine Zeitreise

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Zuerst umrunde ich das Haus zur Hälfte. Ich weiß noch, dass es der zweite Eingang ist. Hinter dem Gebäude ist der Wäscheplatz. In Reih und Glied stehen die Wäschestangen. Ob heutzutage bei schönem Wetter noch jemand mit der frisch gewaschenen Wäsche hinters Haus tritt, um erst die Leine zu spannen und dann die Wäsche aufzuhängen? (Wir haben das zumindest damals in unserer ersten Wohnung nach der Jahrtausendwende noch so gemacht...) Heute ist die Wiese jedoch komplett wäschefrei. Die 2 kleinen Stufen zur Wiese, auf denen ich sitze, sind noch genauso da, wie vor über 45 Jahren. Und natürlich ist auch das Fußballspielen nach wie vor untersagt. 😅 Mein Blick geht zur hinteren Haustür, die Fassade hinauf entlang der Balkons. Sie alle - und damit auch ich selbst für kurze Zeit - wohnten da ganz oben. Der Balkon ist vergleichsweise winzig. Damals war er komplett aus Stein, heute ist nur noch die Bodenplatte aus Stahlbeton und die Brüstung aus Metall. Bis heute ist mir schleierhaft, wie diese ...

3 Jahre

...finanzielle Absicherung. Meine EM-Rente ist durch: 2 Wochen vor Ablauf der ersten drei Jahre. 🙈 *puh*

Fakt ist...

  Menschen müssen in Therapie wegen anderen Menschen, die nicht in Therapie gegangen sind.

Story of Winz

Wie kam es zu Winz?  Wozu ist Winz da? Und alles, was es noch dazu zu fragen gäbe... In meinem gesamten, bisherigen Therapiesetting gab es schon immer den Wunsch, bestimmte Elemente meiner Beeinträchtigung, aber auch einen äußerlich-sichtbaren Kampfeswillen irgendwie darzustellen, beGREIFbar zu machen und immer bei mir zu tragen. Aber über die Jahre fand sich nichts wirklich geeignetes, welches alle Punkte erfüllt. Ein Stück getrocknete Kastanienschale symbolisierte gut meinen Wunsch nach Abgrenzung zum einen und Schutzbedürfnis zum anderes. Sie lies sich jedoch furchtbar schlecht in meiner Hosentasche herumtragen. Skelettchen  aus dem Hause Playmobil symbolisierte treffend unseren großen Hunger nach müttlericher Zuwendung und den tatsächlichen Versorgungsstand damit. Zuletzt kam noch Jojo  dazu; eine Kinderfigur von Lego Duplo, welche nun noch schlechter zum Mitnehmen geeignet war, als die Vorgenannten... Ganz davon abgesehen, können Skelettchen und Jojo uns nicht verte...

Winz

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 Das ist Winz geb. 06.03.2023 gegen 13:45 Uhr  

Vor fast 32 Jahren...

...sind wir uns das letzte Mal begegnet. Wir besuchten mit all den anderen gerade die 8. Klasse der in der ehemaligen DDR auslaufenden Polytechnischen Oberschulen. Die Umstrukturierung auf Unterteilung in Grundschule und nachfolgend Mittelschule oder Gymnasium als weiteren Bildungsweg war in vollem Gange. Ich erinnnere mich, dass dieses letzte Halbjahr auch stark davon bestimmt wurde, wer mit wem an welcher Schule weiterlernen würde. Eins war klar - diese Klasse, die nach vielen Umbrüchen und Krisen endlich gut zusammenhielt und sich gefunden hatte, würde auseinandergerissen werden. Letztendlich blieben 3 an der gewohnten Schule, die zum Gymnasium umgewidmet wurde (darunter ich), einer zog um und ging an ein anders Gymnasium. Der Rest unserer "c" wurde auf "a" und "b" für ein Gnadenjahr im Gebäude aufgeteilt, nur um dann für die 10. Klasse nochmal die Schule zu wechseln. (!) Hätte man das nicht anders lösen können??? "A" waren die Artigen (wer...