Samstag, 20. Oktober 2018

Licht ins Dunkel!

Die Tage werden wieder kürzer.
Die Nächte länger...
Wenn wir abends in unser Zimmer kommen, ist es stets schon dunkel. Die helle Deckenbeleuchtung mögen wir oft nicht mehr einschalten, wenn wir schon müde sind. Um das "kleine" Licht am Kopfende unseres Bettes anzuschalten, müssen wir jedoch den kompletten Raum im Dunklen durchqueren. Oder das Telefon als Taschenlampe nutzen. *dööf*
Heute haben wir uns eine Lichterkette mit LEDs und Timerfunktion gegönnt:


Die Freude meiner kleinen Mannschaft darüber ist riesig! Jetzt werden wir immer von einem gemütlichen Lichtschein begrüßt, wenn wir abends herein kommen. Es ist nicht mehr finster, sondern heimelig beleuchtet...


Samstag, 13. Oktober 2018

Eine Tüte voll nix

Nix.

Derzeit ist hier einfach nix los...

Wir hatten eine Woche Urlaub. Bis auf die teils heftigen Alpträume, war es tatsächlich Urlaub. Wir haben uns tags oft wohl gefühlt und recht ausgeglichen. Allerdings auch distanziert. Schon im "Hier & Jetzt", aber durch die Urlaubssituation, distanziert vom Alltag und all dem was da ist.
Aber ich denke, dass ist okay. Urlaub ist Distanz vom Alltag - passt also.

Wir waren im Wald, haben viel gehäkelt, haben einen Tag im Freizeitpark verbracht... Alles mit der Familie.
Nun ist noch ein bisschen Wochenende, bevor uns der Alltag wieder 'mitnimmt'...

Daher lasse ich einen lieben Gruß hier - bis bald wieder...

Und mache weiter mit: NIX.

Montag, 24. September 2018

"Ich bin stolz auf Sie!"

Das schrieb sie uns (mir) in der Antwort auf die Mail über unser "Abenteuer" vom Freitag...

Wir mussten es immer wieder lesen...
'Sie ist stolz auf uns. Aber warum?'
'Na, weil wir nicht nachgegeben haben! Wir haben einfach nicht aufgegeben, sondern gekämpft!'
'Aber es war doch noch nie jemand so wirklich stolz auf uns... Wofür auch?!'

So ging es immer wieder hin & her im Innen. Dazwischen musste immer wieder diese Mail gelesen werden. Stolz, hallte es immer wieder.
Mal davon abgesehen, dass wir am Freitag 2 Mitpatientinnen per Nachrichten ziemlich auf die Nerven gegangen sein müssen, hat unseren Kampf ansonsten niemand mitbekommen. Die Große chillte im Bett mit einer Serie auf dem Tablet. Der Kleine schaute Trickfilme im TV. Mein Mann war übers WE verreist...
Somit hinterlies ich meinen Kindern nur die Nachricht, dass ich dringend 'um den Block' muss und bald wieder da bin... Das wars.

Und dann lief und rannte ich vor Wut und Verzweiflung im wahrsten Sinne des Wortes um mein Leben...

'Sie ist stolz auf uns...'

Freitag, 21. September 2018

Wut!!!

Es war ungeheure Wut!
Wut auf meine Eltern.
Zugrunde liegend war ein Traum in der Nacht davor.
....

Es war schwierig.
Der Sog, einfach / endlich aufzugeben, immens stark.

Ich bin nach dem 1. Gewitter kilometerweit barfuss gelaufen und gerannt. Irgendwann kam das 2. Gewitter.
Ich habe nicht mehr viel gespürt: Untergrund - egal was. Wärme. Kälte. Nässe. Glatt. Steinig. Rauh. Völlig egal...
Mit Händen durch Büsche. Zerkratzt. Entlang an rauhen Mauern. Aufgeschrammt.
Durch Pfützen. Durch den Wind. Durchs nasse Gras. Durch Splitt und Kieselsteine (sonst lauf ich über solche Untergründe, wie auf rohen Eiern!).
Gewitter. Regen. Tränen. Wut in Energie umwandeln!
Kraft, die für anderes fehlen wird...

Kaum den Akupressurring am Finger wahr genommen, den ich normaler Weise nicht länger als 1 bis 2 Min. ertragen kann!
Egal! - Spüren um (fast) jeden Preis, egal was - nur nicht weiter fallen in die Wut und die Traurigkeit. Leere und Einsamkeit.
Nur nicht soweit fallen, dass Gedanken an Suizid noch stärker werden und Wirkung entfalten...

Am Radweg des großen Stromes Flußmuscheln gefunden, die von Möwen aufgeknackt worden sind. Eingeschlossen in meiner rechten Hand, wie einen Schatz.
Damit zurück nach Hause und ein Stück weit zurück zu mir selbst gefunden - zumindest soweit, dass ich halbwegs wieder funktioniere, um mich um die Kinder zu kümmern...


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Wenn Du Suizidgdanken hast, findest Du Hilfe bei der Telefonseelsorge unter den Telefonnummern 0800 – 111 0 111 und 0800 – 111 0 222. Die Berater sind rund um die Uhr erreichbar, jeder Anruf ist anonym, kostenlos und wird weder von der Telefonrechnung noch vom Einzelverbindungsnachweis erfasst. Direkte Anlaufstellen sind zudem Hausärzte, sowie auf Suizidalität spezialisierte Ambulanzen in 
psychiatrischen Kliniken, die je nach Bundesland und Region unterschiedlich organisiert sind. Eine Übersicht über eine Vielzahl von Beratungsangeboten für Menschen mit Suizidgedanken erhältst Du auf der Website der Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention.

Freitag, 14. September 2018

Szene aus dem 'bunten' Blackhole


Sie fehlt uns so sehr...!

Eukaryonten

Wir sehen sie doch nächste Woche wieder.

Das ist viel zu lang!!!

Es hat keinen Sinn mehr!

endoplasmatisches Retikulum

Wir machen Schluss...!

NeiiiN!!!

Wir haben Angst...

Mitochodrien

Lasst doch diesen Blödsinn sein...!

*WEINEN*

Los! Gib Gas...!!!

Wir sind ganz allein...

Mikrotubuli

Bist Du von allen guten Geistern verlassen?!?

So'n Scheiss hier! Ich hau ab.

Häää...?!? Schau auf die Straße...!

Ihr seid langweilig!

*WEINEN* erneut

Beruhig Dich. Nächste abbiegen.

Cytoplasma

Können wir sie nicht anrufen?!?

Sie ist jetzt nicht mehr da.

Morgen...?

Nein, da ist Wochenende.

Was nun? Doch Gas geben...?!

Es tut so weh...!

Es wird wieder besser.

Du sollst doch auf die Straße schauen!

Guck' lieber weg! - Hihihiii...

Wir wollen das nicht mehr.

Ich verstehe Euch. Es tut mir so leid.

Adenosintriphosphat

Boah, ihr Doofies seid immer noch am Zoffen!

Na, siehst Du?! Geht doch.

Ich hau wieder ab.

Dann das nächste Mal.

Wir sind sooo müde...! *GÄHN*

Legt Euch schlafen.

motorische Endplatte

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Stille.
Nur noch Rauschen.
...das Stück ist vorbei.