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Lasst Backen

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...oder wie man eine Straße entstehen lässt: Heute ist Backtag auf unserer Straße! Seit dem Morgen werden immer neue Ladungen frischen Oreo-Keksteiges geliefert und aufgetragen. Zwischen die Schichten kommt jedes Mal eine ordentliche Portion heiße Schokosoße, damit die Teigschichten auch gut aneinander haften. Damit niemand vom Rand nascht, kommen 2 große Teigrollen zum Einsatz, die das Ganze bis zum Rand hin verdichten und fest andrücken. Dabei kommen die Straßenbäcker ordentlich ins Schwitzen, denn sie haben sich einen echt heißen Tag für diese Arbeit ausgesucht. (Es ist gerade mal Mittag und draußen sind 33 Grad Celsius im Schatten.) Da kühlt der Teig schön langsam ab. Das ist bestimmt auch für irgendwas gut. Fast alle  schauen lange Zeit zu. Dabei fällt etwas auf. Der- oder diejenige, welche am weitesten vorne ist, hat gar keine Angst vor den Straßenbauarbeitern. Allesamt kräftige Kerle unterschiedlichen Alters. Da ist eher so ein Kumpelstatus wahrnehmbar. Erstaunt stellt der Beoba

Lasst Hören

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Durch eine Otosklerose (Verkalkung der Gehörknöchelchen im Mittelohr, insbesondere der Steigbügelfußplatte, welche den Schall ans Innenohr überträgt) auf der rechten Seite habe ich seit ca. 2 Jahren einen leichten bis mittleren Hörverlust. Vorbote war ein breitbandiges Rauschen, welches im Spätsommer 2016 einsetzte. Es rauscht auch heute noch. Seit etlichen Monaten gesellt sich aber noch ein besonders unangenehmer Effekt dazu, ähnlich einem Pumpen oder Flattern. Am ehesten kann man es damit vergleichen, wenn man mit geöffnetem Seitenfenster an einer Reihe parkender Autos vorbeifährt. Dabei kommt es in rascher Abfolge zu einem Ansteigen und Abfallen des Schallpegels. Auf Dauer: Ekelhaft hoch 10!  Die Idee meiner behandelnden HNO-Ärztin war dazu folgende: Das Gehirn registriert durch den Schallleitungsverlust eine geringere Schallaufnahme von der rechten Seite und gibt quasi 'Anweisung' dies durch eine stärkere Mitarbeit des Innenohres auszugleichen.  Beschäftigt man sich näher m

Eine dringende Bitte

Eine wichtige Mail: Sehr geehrter Prof. Dr. Lauterbach, sehr geehrte Mitarbeitende im Bundesgesundheitsministerium, BITTE SCHLIEßEN SIE DIE 2 JAHRE LANGE VERSORGUNGSLÜCKE IN DER PSYCHOTHERAPIE FÜR PSYCHISCH ERKRANKTE MIT SCHWEREM UND CHRONISCHEM VERLAUF!!! Hierzu einige Erläuterungen: Ich spreche hier für Viele (oft im wahrsten Sinne des Wortes!). Für Viele Betroffene mit meinem oder ähnlichem Beschwerdebild (PTBS, kPTBS, DESNOS, DDNOS, DIS) stellt der Höchststundensatz in der Psychotherapie eine dramatische Lücke dar. Die anschließende Wartezeit von 2 Jahren auf eine erneute Psychotherapie sorgt meines Erachtens für noch höhere Folgekosten (Klinik- oder Psychiatrieaufenthalte, Krisenintervention, diverse Folgekosten durch zeitgleiche Verschlechterung der physischen Gesundheit etc.). Im Wissen, dass es noch andere schwer-chronische, psychische Erkrankungen gibt, spreche ich hier aus meinem eigenen Erfahrungsbereich der Traumafolgestörungen. Hier geht es um schwerste Bindungstraumata, k

Mitgefühl & Verstehen

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Wer bislang nicht verstanden hat, was Krieg, Flucht & Vertreibung für Menschen, insbesondere für die Kinder unter ihnen bedeutet:  ...und auch für all jene, die denken schon verstanden zu haben. Ergreifend, berührend, gefühlvoll und dennoch auch tröstlich, dass es anders werden kann. 😔

Wölkchen

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Was ist ein Wölkchen? Oder eine Wolke?  Ein Luftgemisch, an dessen Kondensationskernen kleine Wassertröpfchen haften, welche widerum das Licht diffus zerstreuen - es für uns watteweich und weiß erscheinen lassen. Luft also mit ein bißchen Wasser. Ein Gasgemisch. Berühren Wolken unseren Boden, dann sind sie für uns als Nebel wahrnehmbar. Aber wir spüren Wolken nicht. Sie stellen für uns kein Hindernis dar. Wir wandern durch sie hindurch. Sie nehmen nur den Platz in Anspruch, welcher nach allem anderen noch übrig bleibt.  Lacht es ? Heult es? Ich weiß es auch nicht... Das eine ist mein Vater. Das andere meine Mutter. Ich bin das Wölkchen. Schon lange bevor ich dazu kam, gab es eine feste Diade mit klarer Rollenverteilung zwischen meinen Eltern. Mein Vater brauchte meine Mutter sehr (ohne es offensichtlich zu wissen). Ohne meine Mutter wäre es meinem Vater sicherlich nicht so einfach möglich gewesen, sich aus bestimmten familiären Strukturen (u.a. Alkoholeinfluss) zu lösen, um eigene Wege

Powerfrauen & -männer mit ♡

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...das erste Mal erlebte ich sie bei einem Dirigat auf dem Stadtfest mit ihrem und unserem Orchester. *WOW* Die Energie, welche sie versprühte drückte mich symbolisch platt an die nächste Wand!!! Damals war ich noch im Vororchester und daher nur Zuschauer. Doch dieser "Energieschock" sorgte bei mir dafür, dass ich unter anderem nie zu einer vorbereitenden Generalprobe oder zum Stadtfestkonzert ging, wenn ihr Orchester mitspielte und sie dirigierte. Vorallem die Jüngeren hatten Angst, etwas falsch zu machen und ihren vermeintlich "sehr hohen Ansprüchen" nicht gerecht zu werden. (Schon die Verteilung der Gänsefüßchen macht klar, dass das Problem hier ausschließlich bei mir/ bei uns liegt.) Letztes Wochenende war nun Orchestertreffen. Sie war mit ihrem Orchester natürlich auch dabei. Schwungvoll parkte sie ihr Auto neben unserem und gleich bogen sich alle im Innen wie Bäume bei einer Sturmböe. Ihr Orchester spielte gleich am ersten Abend auf. Bei einem besonders gefühl

Blüte MIT Stängel!

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Im Verlauf der vergangenen 6 Jahre Therapie haben wir immer wieder einmal mit dem Margeritenmodell nach M. Huber gearbeitet. Dabei hatten wir stets 2 Schwierigkeiten, die für uns lehrbuchmäßig  einfach nie passen wollten: Die Erwachsene (so alt, wie sie real ist) passte für uns nie an die Blüte dran und schon gar nicht in die Mitte (wo sie sich laut Huber befinden sollte!). Damit war kein Alter Ego an/in der Blüte älter als 20 Jahre. Oft haben wir (widerwillig) ein erwachsenes Blütenblatt dazu gemalt, "weil das da so hingehört...". Aber es fühlte sich immer falsch an. Gestern morgen war die Welt noch tropfig frisch gewaschen vom Regen der voran gegangenen Nacht. Wasserströme hatten endlich einen Großteil der Blütenstäube mit sich genommen in Böden, Steinfugen oder in die Kanalisation. Wir radelten bei bedecktem Himmel vergnügt durch die Pfützen Richtung Ergostunde. Es war eine Wohltat, dass die Sonne nach so vielen Tagen mal nicht vom Himmel dengelte. Als wir ankamen, hatten

Tschau

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  Unsere Art Abschied von den "lauten" Pflastersteinen zu nehmen... Bis Ende Juli bekommen wir Asphalt.

Weißheiten vom Grauhaarküken

🐣 10 Minuten Handynutzung Im Freien Ergibt 17.629 Pollen Auf dem Display 🐣 Euer Grauhaarküken

Körper, Du...

Hey, Körper! Hör mal genau zu. Du bist zu groß, zu alt und vorallem zu schwerfällig geworden. Dicker bist Du auch, obwohl Du nicht wirklich "dick" bist. Aber wenn wir Dich so im Spiegel sehen, dann erschrecken wir jedes Mal ein wenig. Wir alle fühlen uns flink, klein, schmal, jung wendig... Wir springen fast überall drüber, rennen schnell und schlüpfen durch kleinste Lücken hindurch. Aber Du machst schon geraume Zeit nicht mehr mit (und zunehmend weniger!)... Du gerätst ruckzuck außer Puste; knarrst, wie eine alte Tür; jammerst dauernd, dass Dir was weh tut; oder bleibst stecken, wo wir eigentlich schnell durch huschen wollten. Hoch springen oder gar ein Rad schlagen geht schonmal gar nicht - das Erste gelingt Dir nicht und beim Zweiten wird Dir speiübel. Na, wir danken! Beim Balancieren warst Du schonmal sicherer und beim Radfahren ausdauernder...  Einige freuen sich aber auch: Du kommst an fast alles ran, auch wenn es weit oben liegt. Zum Autofahren hast Du die richtige Grö

Lesen & Hören

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Lesen  & Hören müsste es eigentlich heißen. Lesen ist vor vielen Jahren kaputt gegangen. Ich kann lesen - einen Artikel ein paar Seiten mit unkompliziertem Inhalt... STOP Dann ist "Ende-Gelände". Die Augen lesen zwar noch, aber die Annahmestelle für Informationen im Hirn hat geschlossen. Zurückblättern, erneut lesen, raus, wieder blättern... Das macht keinen Spaß. Als erstes habe ich Podcasts entdeckt für mich. Einer meiner Favoriten ist hier Geschichten aus der Geschichte von Daniel Meßner und Richard Hemmer. Die 2 haben mittlerweile in weit über 300 Folgen verschiedenste geschichtliche Themen, Epochen oder auch Erfindungen und Ereignisse eingesprochen. Die Varusschlacht oder die punischen Kriege können da genauso Thema sein, wie eine berühmte Aussage eines Politikers oder die Erfindung und Verbreitung von Konsolenspielen. Kein Thema ist vor den Beiden sicher. Als Zweites bin ich letztes Jahr über meine eigene Stadtbibliothek gestolpert, welche natürlich auch eine umfang

Vollbremsung! - Und: Action 🎬

Nach dem wunderschönen Abschlußkonzert am Freitagabend folgte die Vollbremsung daheim. Mit einem Mal war ich müde und erschöpft ohne Ende. 🔌 Nach gefühlten hundert Stunden Schlaf bis weit in den nächsten Vormittag hinein, war ich wieder halbwegs funktionstüchtig... Bester Zeitpunkt um bei Familie, Haus & Hof auf die Starttaste zu punchen: *BÄM*  Locker bleiben und mitschwingen: Es gibt einen ruhigen Wochenbeginn NACH dem Wochenende,,, Montagmorgen: Mann aus dem Haus, Tochter aus dem Haus. Sohn aus dem Haus.  ?  *bimbim* What? Die frisch getestete Schnupfennase des Sohnes ergab positiv?! ... Sohn abgeholt. Testcenter: Schnelltest wieder postiv. (Meiner negativ) Weiter zum PCR-Test-Center. Dazwischen 100-e Anrufversuche beim Kinderarzt. Mehr als Besetztzeichen bekommt man dort nicht zu hören... (Ohne Anruf soll man aber auch nicht in der Praxis auftauchen! - Finde den Fehler.) 10 Uhr - Eeendlich Kaffeepause ☕️ nach diesem Überraschungsmorgen. Jetzt warten wir gespannt auf das PCR-Er

Woche der Extreme

Wir alle sind sehr erschöpft und sehr glücklich gerade. 😍 Probenlagerwoche: Es ist ungeheuer anstrengend, sich derart lange am Stück zu konzentrieren. Wir spielen seit 2019 endlich wieder längere Zeit im Akkordeonorchester zusammen. Seit Ausbruch von Corona war auch hier der Unterricht von Ausfall und Videostunden geprägt. Nö, gemeinsam Akkordeon spielen per Videoschalte ist nicht erfüllend. Man hört die anderen Stimmen nicht richtig und kann selbst auch nicht in einer normalen Lautstärke spielen. Keine Lust zum Üben! Wofür auch? Konzerte!? Totale Fehlanzeige! Es gab ja nicht einmal gemeinsame Proben... Jetzt ENDLICH mit den Lockerungen kann unsere Probenlagerwoche wieder stattfinden. Dieses Mal sind nicht ganz so viele mitgefahren, aber es ist wunderschön. Seit Montagabend nehmen wir alle im Innen ein wohltuendes Bad im Kreise von Menschen, die wir sehr mögen und die uns wohl gesonnen sind. Die uns alle schon ein bißchen kennen und recht gut auf uns und unsere Bedürfnisse eingehen kö

Schuld oder Verantwortung

Kann man unwissentlich Schuld auf sich laden? Lange Zeit wusste ich nichts von Anteilen, Switches (Wechsel) und Dissoziationen. Ich konnte sie nicht bemerken oder benennen, geschweige denn bewusst steuern. Dennoch sind mir heftigste Wechsel bekannt (im Nachgang), welche sich zum Teil vor Beginn meiner Therapie befanden und zum Teil im therapeutische begleiteten Kennenlernprozess. Mit meinen Switches habe ich Menschen schwerst verunsichert und destabilisiert. Sie brauchten zum Teil Wochen oder gar Monate, bis sie ihre innere Balance wieder gefunden hatten. Habe ich wirklich Schuld daran? (Ich spüre diese Schuld - ohne Zweifel - tonnenschwer auf mir lasten.) Die Verantwortung liegt definitiv bei mir, aber die Schuld? Ich schäme mich - wir schämen uns dennoch dafür! Wir haben das Leben der Menschen, die wir eigentlich sehr mögen, stark beeinflusst für einige Zeit. Das tut uns leid. Das war nicht unsere Absicht. Zu einer dieser Personen haben wir noch sporadisch losen Kontakt. Aber wir wis

Biste a bei Insta?!

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  ...und damit verbunden ein kleines "Outing": Es ist bei Instagram ohnehin zu erkennen, dass wir in Dresden leben. Also in der allerschönsten Stadt der Welt. ♡ Dort stellen wir immer mal wieder Fotos ein, zeigen kleine Handarbeiten oder wir lassen einen Spruch ab. Unklar ist uns nach wie vor Folgendes: Ein Instagram-User hat keinen einzigen Beitrag, folgt 423 Personen auf Insta und hat 187.823 Follower...!!! Hä, wie geht denn sowas bitteschön??? 💁🏻‍♀️

Zu gering geschätzt?

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In einem Buch über die "Peredwischniki" (dt. Wanderer) - eine Gruppe von Künstlern in Russland vor mehr als 100 Jahren fand ich dieses Bild...: Das Werk "Ausgewiesen" (1892) stammt vom dänischen Maler Erik Henningsen. Deplatziert und wahllos wirken die geretteten Habseligkeiten der ausgewiesenen Bewohner. Schockiert, weitgehend ausdruckslos die Mienen der Familie. Weil nicht sein darf, was nicht sein kann. Und dennoch ist es so: ausgewiesen, verjagt, entwurzelt, heimatlos... Wohin denn nun? Wie kann es weiter gehen? Wo kann Zukunft gelebt werden? ...ganz so viel Hausrat konnten die meisten Ukrainer wohl nicht nach Mitteleuropa retten. Nicht wenige hatten indessen auf der Flucht vor Putins Bombenterror nur das bei sich, was sie am Leibe trugen. Flucht. Vertreibung. Umsiedlung. Wie immer man diesen Vorgang mehr oder weniger wahrheitsgetreu bezeichnen will...: Er stellt in jedem Falle eine tiefgreifende Entwurzelung von allem dar, was bislang als weitgehend selbstverst

Befreiuungsschlag

☆ Heute vor 22 Jahren Bin ich daheim ausgezogen. ☆

Erleuchtung

Ich drücke auf den Lichtschalter. 💡 Das Licht ist an. Wenn nur alles so einfach wäre. Für CSF

Alkohol - Dein SaniTöter in der Not

So oder ähnlich klingt das Lied vom Herrn Grönemeyer(?!?) in vielen Ohren nach - so auch in den meinen. In meinem weiteren Familienumfeld habe ich nun jemanden "aufgestöbert", der mit diesem SaniTöter (offenbar schon seit vielen Jahren) sehr heftig ringt. Solange alles auf dem Level eines "funktionalen Alkoholikers" lief, war alles "gut". Nun geht es aber über den klassischen Spiegeltrinker hin daran, sich Körper und Hirn im wahrsten Sinne des Wortes wegzusaufen!!! Mir tut es in der Seele weh, diesen Menschen und den Partner dazu so in diesen Gesundheits- und Lebensumständen zu erleben. Mir blutet sprichwörtlich das Herz. Was kann ich tun? Fast nichts - das weiß ich. Leider. Zuerst müsste eine Krankheitseinsicht her (wenigstens beim Lebenspartner), dann ein medikamentös begleiteter, stationärer Entzug und anschließend eine engmaschige Begeleittherapie zusätzlich zum vorsichtigen, körperlichen Wiederaufbau. Und auch nur dann gibt es nur eine 15%-e Chance, d

Vom Umgang mit Betroffenen... Teil II

Heute war der erste Termin nach einiger Abstinenz in der Frauenartzpraxis, wo ich seit Anbeginn bin. Von meiner Hausärztin wusste ich, dass donnerstags immer eine "neue, junge Ärztin mit" da ist. Im Wartezimmer war erstmal alles ganz obligatorisch: Trotz Termin über 1h Wartezeit. Damit auch genügend Zeit mit dissoziativen Symptomen zu kämpfen; sowie Anspannung und Zittern auszuhalten. Ich kam gar nicht auf den Gedanken, dass mir gleich kein bekanntes Gesicht gegenüber sitzen würde. Doch das tat es: Tür auf und da saß die junge Ärztin, die den Laden offenbar schon probehalber ganz alleine "schmiss". Ich stockte, setzte mich aber und schämte mich gleichzeitig meiner Reaktion wegen. Suchte nach Worten und probierte das Reden aus; krächzend, so als ob ich es nach Jahren das erste Mal versuche. Ich probierte grob zu umreissen, was mein Hauptanliegen war. Eine fachärztlichen Partner für die Vorsorgeuntersuchungen der nächsten Jahre zu finden, der sich ein klein bißchen au