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Vom Umgang mit Betroffenen von Gewalt & psych. Erkr.

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Heute ist Ferientag - also Ferientag für meine "echten" Kinder. Für den Rest im Himbeersplitterkosmos ist der Tag einfach nur Stress. Richtig übler Stress. Lärm, viele Menschen, unbekannte Umgebung. Ich habe mich in eine ruhigere Ecke der Cafeteria zurück gezogen. Niemand hinter oder neben mir, habe ich das Wichtigste weitgehend im Blickfeld. Meine Schwägerin hopst derweil mit meinen Kindern und meiner Nichte um die Wette. Ich bin nur der Statist hier. Kreislauf, Muskulatur, Puddingknie: Keines meiner Körperteile denkt hier ernsthaft daran auf den zahlreichen Trampolinen mitzuspringen. Dabei würden meine Jüngeren die ungehemmte Hopserei und Toberei sehr mögen! Doch der Körper ist 45 und hat bislang eine scheußliche Woche hinter sich. Bin quasi wie mit Beton ausgegossen. Jede Bewegung, vorallem jede Bewegung aus der Komfortzone heraus verursacht starke psychische Schmerzen.  Seit Montagmittag befinde ich mich in einem nicht enden wollenden emotionalen Flashback. (Diesen Begrif...

Ein überraschender Fund

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Heute sind wir mit unserem Sohn in einem DDR-Museum gewesen. Dort gab es im Museumsshop auch einen großen Bücherfundus zum Wegkaufen. Neben "Timur und sein Trupp", "Ich bin die Nele" und "Der Tag an dem die Schule verschwand", fand ich einen wahren Schatz: "Matti"! Ich kann natürlich nicht mehr sagen, wann genau ich dieses Buch das erste Mal in der Bibliothek ausgeliehen hatte, aber es war noch in der Grundschulzeit. Vielleicht war ich in der zweiten oder auch schon in der dritten Klasse. "Matti" Ich mochte dieses Buch so sehr, dass ich es immer und immer wieder auslieh, obwohl ich längst andere, dickere Bücher zu ganz anderen Themen las. Hier ein Foto der Innengestaltung - stellvertretend für eine Doppelseite aus Mattis Rechenheft. Und ja: So durfte damals kein Rechenheft aussehen! Das gab schon Ärger. Matti, der eigentlich Matthias Dietrich heißt, geht in die zweite Klasse einer Berliner POS (Polytechnische Oberschule in der DDR). Sei...

Eine Geschichte

Der Abend war ruhig und kühl. Hin und wieder kräuselte eine Windböe das Wasser auf dem Fluss. In der Ferne lärmte noch der Verkehr. Ich lief immer weiter den Weg zwischen Bahndamm und Fluss entlang. Das Licht der Straßenlaternen vom gegenüberliegenden Ufer reichte gerade so für eine diffuse Ausleuchtung meines Weges. Doch er war eben. Keinerlei Stolperfallen waren zu befürchten. Einige Enten schnatterten am Ufer ihr beruhigendes Abendgebet...    Plötzlich knackte es neben mir im Gehölz und dann schnaufte es. Unweit von mir stand ein stattliches, schwarzes Ross mit seidig glänzendem Fell. Ein Mann saß auf seinem Rücken im Sattel. Er hatte langes Haar, trug historische Kleidung und sah sich verwundert um. Eine Armbewegung und ein leises, schleifendes Geräusch verriet mir, dass er sein Schwert vorsichtig heraus zog. Da entdeckte er mich. Erstarrt blieb ich auf der Stelle, wo ich war. Er schien geradewegs aus dem Alten Stollen unter dem Bahndamm gekommen zu sein... Aber wie war da...

Gänseblümchen Nr. 9

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Mein aktuelles Gänseblümchen ist eigentlich eine ganze Wiese voller Gänseblümchen. Okay, fast. Der Morgen begann erstmal mit 3 aussortierten Primeln. Sie standen im Einkaufsmarkt mit dem großen L vorne, ausrangiert hinter dem Kassenbereich. Komplett verdurstet - dem Tode näher als dem Leben, lupfte ich sie auf meine soeben gekaufte Tageszeitung. Daheim wässerte ich sofort die Wurzelballen der kleinen Geschöpfe. Bereits nach einigen Minuten zeigte sich das erste Primelchen dankbar über das frische Wasser. Die inneren Blätter wirkten wieder frischer und voller. Während ich frühstückte, tranken sich die 3 weiter satt. Als ich sie schließlich in ihre neuen Töpfe hob und sie noch ein wenig "frisiert" hatte, sahen sie fast wieder wie neu aus. 😍 Und das, obwohl ich gar keinen grünen Daumen habe. Schon während des Frühstücks war ich enorm aufgeregt. Am Abend zuvor hatte meine Kollegin mir überraschend eröffnet, dass mein (unser) alter Chef mit den alten Kollegen "unseren" ...

Krümelmonster trifft Elefant

Es ist schon später Nachmittag an diesem stürmischen Freitag. Mein Sohn hat sich summend und singend in der Küche ausgebreitet, um mehrere Ladungen Schokokekse zu backen. Schon bald duftet es durchdringend nach knusprigen Keksen im ganzen Haus. Erste Kostproben werden gereicht und schmecken ganz wunderbar. Dazwischen saust er noch mit einem anderen Blech umher. Zuckerglas kühlt draußen ab. Später zerbricht er es in handliche Stücke und wird es für die Deko von Desserts aufbewahren. (Vielleicht! Anderntags lutscht meine Tochter nämlich schon das erste Stück davon und stellt fest, das es wie geschmolzene Zuckerwatte mundet.) Viele Schokokekse später rollt er sich dann doch ein Wiener Würstchen in ein Salatblatt und kaut genüsslich. Er ist zufrieden mit seinem Werk. Ich bin stolz auf meinen 12-jährigen Küchenchef! Spätabends im Bett wandern meine Gedanken vor dem Einschlafen umher. Immernoch stolz erfüllt von meinem Bäckerzögling. Ich selbst getraute mich damals nicht einmal den Herd anzu...

Flucht und Verstecken

Meine Mutter! Ich will einfach nur weg von ihr.  Als ich aus der Tür gestürzt bin, habe ich mir gerade noch Ladekadel und Handy schnappen können. Der Autoschlüssel war schon in der Jackentasche. Nur gut! Sonst würde mir jeglicher Rückzugsort in meiner frei gewählten Obdachlosigkeit fehlen. Ansonsten habe ich außer etwas Kleingeld nur dabei, was ich am Leibe trage... Doch noch ist Winter. Es ist furchtbar kalt - vorallem nachts, obwohl ich mein Auto an einem windgeschützem Stellplatz in einem Parkhaus abgestellt habe. Tagsüber treibe ich mich in Einkaufscentern herum. Zeit totschlagen, Handy laden. Mal auf Toilette gehen können und notdürftig wenigstens Gesicht und Hände waschen.  Ich verstecke mich vor ihr. Sie findet mich trotzdem, verhöhnt mich und geht wieder... Ich bleibe zurück - leidend, wie ein halb verendetes Tier. Seelisch schwerst verletzt, unfähig mich zu bewegen, geschweige denn, mich in Sicherheit zu bringen. ...schwerfällig wache ich auf. Und das, obwohl ich gest...

Gedanken zur Fachtagung EDIT: AW!

Gestern war der digitale Fachtag zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in der Familie. www.aufarbeitungskommission.de Hier meine Gedanken dazu in einer Mail an die Kommission: Sehr geehrte Damen und Herren, als Betroffene habe ich gestern bis zum Mittag den Fachtag verfolgt. Ihr Anliegen habe ich so verstanden, dass sie sich über Impulse austauschen wollten, wie sex. Gewalt in Familien stärker in den Fokus der Öffentlichkeit kommen kann und wie Aufarbeitung dererlei Ereignisse in den Familien aussehen kann. Ein Satz im ersten Modul (leider weiß ich nicht mehr, von wem er gesagt wurde) schlug mir dabei wie eine Ohrfeige ins Gesicht: "...aber man kann natürlich niemanden zu dieser Aufarbeitung zwingen...". Und genau DAS ist der springende Punkt!!! Es wird in den Familien keine Aufarbeitung geben - wenn, dann vielleicht im einstelligen Prozentbereich. Die Täter und Mittäter nehmen in den allerwenigsten Fällen die Verantwortung zu sich! Eine Äußerung eines Teilnehmers laut...

Erinnerungen vom Dach zum Boden

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...nicht immer hatten Busse und Bahnen so tief gezogene Fenster, wie das heute üblich ist. Selbst kleine Kinder können heute normal rausschauen, auch wenn sie nicht auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen. Damals begann die Fensterscheibe für jeden halbwegs normal großen und sitzenden Erwachsenen knapp unter oder etwa in Schulterhöhe. Allein auf einem Sitzplatz war damit jedes Kind weitgehend "ausgeschlossen". Da bileb nur die Menschen oder die Innenausstattung des Fahrzeuges zu studieren (Die Busse hatten an jedem Sitzplatz stets kleine, runde und schwarze Kunststoffgitter in die Seitenwand eingelassen. Sicherlich waren die für die Luftzirkulation da.) Da gab es dicken, schwarzen Fenstergummi, Kunstledersitze... Alte Frauen, gebückt, mit gemustertem Kopftuch, andere Mütter mit Kindern, Männer in abwetzten Hosen, gefüllte Einkaufsnetze und Kinderwagen...   Oder man konnte - je nach Körpergröße - beobachten, was das fahrende Verkehrsmittel preisgab. Zuerst waren das vorallem Ob...

2022

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Wir wünschen Euch allen ein gesundes neues Jahr 2022. Schnapszahl! Könnte ja auch gut werden... 😉 Eure Himbeersplitter 👋🏼

Resteessen

...oder was vom Weihnachtsfeste übrig blieb. Vollmundig lautete mein Beschluss: Keine Krise. Ich kann mich gut um uns selbst kümmern... So ruderte ich halbwegs kraftvoll am Schmerz des ausgeschlossen Seins vorbei. Der Blick lag hierbei auf den Abend gerichtet, wo wir uns mit Nachbars und Gegenübernachbars zum Doppelkopf- und Rommeespiel verabredet hatten. Tatsächlich wurde es ein sehr fröhlicher Abend. Ich fühlte mich zugehörig und wohl, so ganz anders als das ausgesperrt Sein vom Tage. Ein ganz seltenes und kostbares Gefühl in mir. Doch nach einem Flug kommt jedes Mal wieder eine Landung... Anderntags ging es mir nicht gut. Kaum geschlafen und mit Übelkeit brachte ich keinerlei Struktur in den Tag. Ich fühlte mich elend und allein gelassen. Ich dachte an meinen Blogbeitrag vom Sonntag und konnte nur noch innerlich den Kopf schütteln über so viel Selbsttäuschung. (Ja, manchmal klappt es halt und anderntags eben nicht.)  Gestern bekam die Stimmung noch einen weiteren Dämpfer. Wegen ...

Alle Jahre wieder...

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Alle Jahre wieder... Irgendwann in den frühen Neunzigern begannen wir mit diesem "neuzeitlichen Luxus": Hotels und Restaurants begannen zwischen den Jahren Buffetts anzubieten als Weihnachtsbrunch. Da die komplette Familienrunde meiner Mutter ziemlich groß ist, wurde es immer schwieriger sich bei EINEM daheim zu treffen. Oder man tat dies "portionsweise". Fortan spendierte Oma als Familienälteste (statt unzähliger Geschenke oder Gutscheine) das gemeinsame Weihnachtsessen am 2. Feiertag. Jahr um Jahr kamen wir so alle zusammen. dann auch irgendwann zu Ostern auf diese Weise. So tun sie es heute noch, knapp 30 Jahre später. Kinder wurden zu Erwachsenen und bekamen selbst Kinder. Oma lebt nun schon geraume Zeit nicht mehr... Seit 2016 gehöre ich nicht mehr dazu. Ich bin willkommen - ohne Frage. Da meine Eltern aber zugegen sind, meide ich dieses Treffen jedes Jahr aufs Neue. Selbst gewähltes "Elend"...?! Vielleicht!?  In den ersten Jahren ging es mir an jedem...

Gedanken lesen?

Ich höre gerade mal wieder ein Hörbuch. Dieses Mal geht es um einen Endvierziger, der bei einem Sommerspaziergang auf dem Feld vom Blitz getroffen wird. Er erwacht im Krankenhaus, hat aber alles gut überstanden. Der einzige Knackpunkt: Fortan kann er die Gedanken anderer Menschen "lesen" - oder eben hören. Einzige Bedingung dafür ist nur, dass der Abstand zu ihnen gering genug sein muss. So stellt er im Verlauf der Geschichte fest, dass seine Frau ihn langweilig findet und ihn praktisch noch nie geliebt hat, seine Kollegen sind falsche Fuffziger, sein Chef ist ein Ekelpaket und sein alter Schulfreund gar ein Kinderschänder. Er kann und will diese Stimmen nicht mehr wahrnehmen. So beschließt er in die Einöde nach Nordfinnland auszuwandern. Die wenigen Menschen, mit denen er dann noch sprechen muss (auf Englisch), würde er zwar denken hören, aber eben nicht mehr verstehen. So geschieht es dann auch. Im Laufe der Monate kommt er tatsächlich zur Ruhe, findet sich selbst wieder un...

In der Wichtelbastelei...

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Weisheiten vom Grauhaarküken

🐣 Wenn wir den täglich zu tragenden Mund-Nasen-Schutz auch noch über die Augen ziehen müssen wir das ganze Elend wenigstens nicht mehr sehen Fehlt noch etwas Passendes für die Ohren 🙉🙉🙉 🐣 Euer Grauhaarküken

Gänseblümchen Nr. 8

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Manchmal ist Glück ganz winzig und glänzt ein wenig: Neulich fand ich auf einem Parkplatz einen winzigen Marienkäfer aus durchgefärbtem Glas. Ein Auto parkte gerade rückwärts aus und ich musste noch bangen, dass es hoffentlich nicht über meine soeben gemachte Entdeckung fuhr. Doch der kleine Käfer blieb unversehrt und wurde wenige Sekunden später von meinen warmen Händen geborgen. Nun wohnt er zusammen mit drei anderen Tierchen im Auto. Sie widerum sind aus Gummi und stammen aus dem Salzburger Naturkundemuseum

An welchem, der vielen Fäden...

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...in meinem Kopf zupfe ich, um daraus eine Geschichte zu spinnen??? Schreiben. Löschen. Schreiben. Löschen. Schreiben? Versuch's! Aber WAS von diesem Chaos im Kopf...?! _____ Die Person, die ich bin, ist wieder einmal nicht annähernd die, die ich sein sollte. Gestern in der Ergostunde stand ich auf meiner Größenskizze und spürte in mich hinein. Ich saß irgendwo zusammen gekauert unten links in meiner körperlichen Hülle drinnen. Wenn ich da so ganz ungestört mit allen und allem in mir drinnen SEIN darf, geht es mir im Moment eigentlich recht gut. Schwierig wird es, wenn in irgendeiner Form GRÖßE von mir verlangt wird. Ich wäre gern die meiste Zeit wenigstens so groß, wie die mittlere Figur (die 10-12 Jährige). Derzeit aber rutschen alle Ich's in die kleinste Figur. Und dort ist es eben nur gut, so lange für alles gesorgt ist und nichts und niemand etwas an uns heran trägt. Außer vielleicht ein: Ich bin für Dich da. Wie geht es Dir? Wobei kann ich Dir helfen? Keine besonders kom...

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🕯 Für J.R. 🕯

  🕯 Für J.R. Herzensguter Mensch. Weltbester Hobbykoch. Großer Fußballfan. Mann meiner Lieblingskollegin. Machs gut... 🕯

Impfen

  !!! BITTE LASST EUCH IMPFEN Irgendwann werden die Ärzte vor der Frage stehen: Wem geben sie das letzte Intensivbett ?¿? Demjenigen, der nach einem Verkehrsunfall um sein Leben ringt ODER  Dem Covid-Patienten, der die Impfung für Teufelszeug hielt ?¿?

Neue Farben erfinden

Wenn ich mir die aktuellen Coronakarten unserer Bundesrepublik so anschaue, sehe ich, dass seit einigen Tagen in immer mehr Stadt- und Landkreisen neue Farben erfunden werden müssen. Der Tausender wird immer häufiger geknackt und so beginnt auch die alte, kleinteilige Rasterung zu altern. Was ich mir widerrum gar nicht anhören möchte, sind aktuelle Diskussionsdebatten unserer Politiker. 🙈 __________________________________________ Unterm Strich: Wir steuern erneut auf eine nervenaufreibende Coronasaison zu - mit Diskussionen, politischem Hickhack, was-darf-man, was-darf-man-nicht, neuerlichen Einschränkungen in Größenordnungen, die vorher als ausgeschlossen galten. Und es wird vermutlich wieder einmal bis weit ins Frühjahr hinaus laufen. Laufen. Das ist es auch - zum Davonlaufen! Man könnte es auch die "Wintersaison der verpassten Chancen" nennen. Nichts gemacht. Macht nichts... Die Menschen sind es leid, sich wieder und wieder zusammenzureissen und noch ein allerallerletzte...