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Erneuerung & Wachstum

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  Heute und morgen kommen jede Menge neue PatientInnen an. Acht insgesamt - das ist fast ein Drittel! Vertraute Gesichter reisen ab. Neue unbekannte kommen hinzu. Schwierig für uns alle im Innen, obwohl wir zu keinem bislang eine engere Verbindung aufgebaut haben... Verbundenheit heißt die Karte, die ich gerade gezogen habe. Der Titel passt für mich so halb, denn eigentlich versucht das Mädchen Blätter, die vorbei wehen, einzufangen. Eins hält sie in der Hand. Möchte sie weitere fangen, muss sie andere vielleicht wieder loslassen. Alles ist im Fluss - Werden und Vergehen, Ankommen und Weiterziehen... Nur Veränderung ermöglicht Wachstum. Bisweilen sind Veränderungsprozesse sehr schmerzhaft. Aber ohne sie zu durchschreiten, wählt man automatisch den Stillstand. Eine der Neuankömmlinge ist heute Mittag mein Gast. Ich werde ihr die ganzen Abläufe hier in der Klinik erklären und das Gelände, so wie die Räumlichkeiten zeigen. Ich bin schon gespannt, wer sich hinter dem Namen verbirgt. Le...

Guten Morgen im...

 Zauberschloß. 🌞 Schon ist das erste Wochenende da. Heute treffen wir unsere Freundin und Lieblingsmitpatientin aus 2018 wieder. Wir sind gerade beide nicht so wahnsinnig fit - sie wegen Long Covid, ich wegen Fahrradsturz. Mal sehen, was heute so wird, ob wir wenigstens bis in den Ort laufen. Wir haben uns fast 2 Jahre nicht gesehen. Da haben wir genug zum Schnacken. Langweiig wird uns wohl nicht werden. Da Donnerstag Feiertag war und freitags in meinen Gruppensegment nicht viel los ist, war es bislang ruhig. Außer einer Stunde Kunst ist noch nichts weiter passiert. Es hat sich nicht nur das Haus und das Personal etwas verändert, auch das Miteinander der Patienten hat sich verändert. Leider essen nicht mehr alle gemeinsam. Drinnen sitzen ein paar, draußen sitzen einige und andere wieder essen generell auf ihrem Zimmer. (Seit Corona ist das erlaubt und bleibt nun wie es scheint.) Dadurch bleibt jeder mehr für sich. Es bilden sich kleine Grüppchen. Ich gehöre bislang nirgendwo dazu....

Sanfte Landung

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Nach dem Erwachen gegen 3:40 Uhr und einer Autofahrt von knapp 5 Stunden war ich nach genau 5 Jahren und einem Monat wieder da: Am Zauberschlösschen im Zauberwald, wo die Zauberfee 'wohnt'. ♡   Im Zauberschloss herrschte gestern Großeinsatz, da ein Viertel der Patienten an- oder abreisten. Da ich schon kurz nach 9 Uhr da war (und nicht erst 10 Uhr, wie verlangt), hatte ich Glück. Ich war mit eine der Ersten und sparte so viel Wartezeit ein. Ich wartete noch keine 5 Minuten im Foyer auf die Aufnahme, da kam schon unsere Zauberfee mit einem freundlichen Lächeln vorbei geschwebt, grüßte kurz und freute sich sichtlich über unser Wiedersehen. Wir alle im Innen freuten uns auch riesig. Ganz warm wurde es im Herzen... Nach der Aufnahme in der Pflege, Auto ausräumen und Zimmerbezug, hatten wir unser erstes Gespräch mit unserer Zauberfee. Wir knüpften ganz locker und leicht dort an, wo wir vor 5 Jahren die gemeinsam gesponnnenen Fäden niedergelegt hatten. Im ihrem uns wohlvertrauten Spr...

Muttertagsbetrachtungen

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Oder doch lieber Elterntagsbetrachtungen?!? An den Muttertag 2016 kann ich mich noch genau erinnern. Es war der 71. Geburtstag meiner Tante, der ältesten Schwester meiner Mutter. Wir waren bei ihr im Garten eingeladen, um mit ihr zu feiern. Natürlich waren auch alle anderen Geschwister nebst Familien dabei. Es war ein sonniger und milder Frühlingstag. Es ging mir zu dieser Zeit sehr schlecht, jedoch war ich für den Moment wieder etwas "gefasster", da ich 10 Tage später meinen ersten Termin bei meiner Therapeutin haben sollte. Ein zarter Hoffnungsschimmer am Horizont. Da es auch der Muttertag war, den ich mehr als Elterntag empfand, hatte ich 2 meiner Kinderzeichnungen ausgewählt, sie für meine Eltern farbkopiert, um sie ihnen zu schenken. (Nicht den Strauß, der ist hier nur Deko.) Es war ein allerletzter Hilfeschrei von mir, diese - unsere Eltern-Kind-Beziehung - doch noch retten zu könnnen. Mir ist mittlerweile klar, dass diese Signale von mir vorallem falsch verstanden werd...

zündende Fragen

Gestern wurde mir wieder einmal die Frage gestellt, warum mein "Missbrauchsthema" erst "so spät" heraus kam? Warum ich mich nicht eher jemandem anvertraut habe...? *herrjeh!* Sehr wohl wissend, dass ich den Fragesteller gut verstehen kann, weil mir das auch hätte passieren können ohne mein Wissen von der anderen Seite, antwortete ich geduldig... Als erstes hatte meine Bluetoothtastatur"z" und "y" vertauscht. Ich MUSSTE diese Frage jedoch SOFORT ausführlich beantworten! Die Not damit ging mir sofort bis in die Knochen.  Als die Tasten wieder taten, was sie sollten, schrieb ich mir halb wütend, halb verletzt alles in Kurzfassung von der Seele. Zitternd, verletzt, aufgewühlt. Nah an der Dissoziation dran. Etwas erfühlen? Nein. Schnecken aufmalen? Nein. Mit links schreiben? Nein. Ich nahm "Matti" von Helga Talke aus dem Regal... Ja, seine erste Lehrerin hat ihn denunziert, vorgeführt und verhöhnt. Matti steckt das halbwegs weg - träumt sich...

Arbeitsmutti

(...jaja, Du hast richtig gelesen, jetzt kommt ein Kapitel über uns Beide...) Ich habe mir von klein auf immer wieder mütterliche Bezugspersonen außerhalb meiner Familie gesucht, die es gut mit mir meinten. Außerhalb meiner eigenen Familie also, was meine Mutter verständlicher Weise sehr ärgerte, wenn sie diesbezüglich mitbekam, dass ich anderen Frauen mehr anvertraute als ihr. So denn: Die erste Bezugsperson "dieser Art" im Berufsleben war meine Kollegin, die ich dann an einem Muttertag für mich offiziell Arbeitsmutti taufte. Denn das war sie nun mal. Ich bin ihr dankbar, dass sie da war, auch wenn wir in der ersten Zeit mehr Abstand hatten, als später. Sie ist nur wenig jünger, als meine eigene Mutter. Sie war einfach da, wenn es mal wieder kagge lief oder ich "herunter geputzt" wurde... ♡  In dieser ersten Firma, in der ich 3 Jahre Lehrzeit und 3 Gesellenjahre verbrachte, waren vorallem die ersten Jahren sehr schwierig. Das Verhältnis zur Tochter des Chefs und ih...

Kleine Zeitreise

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Zuerst umrunde ich das Haus zur Hälfte. Ich weiß noch, dass es der zweite Eingang ist. Hinter dem Gebäude ist der Wäscheplatz. In Reih und Glied stehen die Wäschestangen. Ob heutzutage bei schönem Wetter noch jemand mit der frisch gewaschenen Wäsche hinters Haus tritt, um erst die Leine zu spannen und dann die Wäsche aufzuhängen? (Wir haben das zumindest damals in unserer ersten Wohnung nach der Jahrtausendwende noch so gemacht...) Heute ist die Wiese jedoch komplett wäschefrei. Die 2 kleinen Stufen zur Wiese, auf denen ich sitze, sind noch genauso da, wie vor über 45 Jahren. Und natürlich ist auch das Fußballspielen nach wie vor untersagt. 😅 Mein Blick geht zur hinteren Haustür, die Fassade hinauf entlang der Balkons. Sie alle - und damit auch ich selbst für kurze Zeit - wohnten da ganz oben. Der Balkon ist vergleichsweise winzig. Damals war er komplett aus Stein, heute ist nur noch die Bodenplatte aus Stahlbeton und die Brüstung aus Metall. Bis heute ist mir schleierhaft, wie diese ...

3 Jahre

...finanzielle Absicherung. Meine EM-Rente ist durch: 2 Wochen vor Ablauf der ersten drei Jahre. 🙈 *puh*

Fakt ist...

  Menschen müssen in Therapie wegen anderen Menschen, die nicht in Therapie gegangen sind.

Story of Winz

Wie kam es zu Winz?  Wozu ist Winz da? Und alles, was es noch dazu zu fragen gäbe... In meinem gesamten, bisherigen Therapiesetting gab es schon immer den Wunsch, bestimmte Elemente meiner Beeinträchtigung, aber auch einen äußerlich-sichtbaren Kampfeswillen irgendwie darzustellen, beGREIFbar zu machen und immer bei mir zu tragen. Aber über die Jahre fand sich nichts wirklich geeignetes, welches alle Punkte erfüllt. Ein Stück getrocknete Kastanienschale symbolisierte gut meinen Wunsch nach Abgrenzung zum einen und Schutzbedürfnis zum anderes. Sie lies sich jedoch furchtbar schlecht in meiner Hosentasche herumtragen. Skelettchen  aus dem Hause Playmobil symbolisierte treffend unseren großen Hunger nach müttlericher Zuwendung und den tatsächlichen Versorgungsstand damit. Zuletzt kam noch Jojo  dazu; eine Kinderfigur von Lego Duplo, welche nun noch schlechter zum Mitnehmen geeignet war, als die Vorgenannten... Ganz davon abgesehen, können Skelettchen und Jojo uns nicht verte...

Winz

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 Das ist Winz geb. 06.03.2023 gegen 13:45 Uhr  

Vor fast 32 Jahren...

...sind wir uns das letzte Mal begegnet. Wir besuchten mit all den anderen gerade die 8. Klasse der in der ehemaligen DDR auslaufenden Polytechnischen Oberschulen. Die Umstrukturierung auf Unterteilung in Grundschule und nachfolgend Mittelschule oder Gymnasium als weiteren Bildungsweg war in vollem Gange. Ich erinnnere mich, dass dieses letzte Halbjahr auch stark davon bestimmt wurde, wer mit wem an welcher Schule weiterlernen würde. Eins war klar - diese Klasse, die nach vielen Umbrüchen und Krisen endlich gut zusammenhielt und sich gefunden hatte, würde auseinandergerissen werden. Letztendlich blieben 3 an der gewohnten Schule, die zum Gymnasium umgewidmet wurde (darunter ich), einer zog um und ging an ein anders Gymnasium. Der Rest unserer "c" wurde auf "a" und "b" für ein Gnadenjahr im Gebäude aufgeteilt, nur um dann für die 10. Klasse nochmal die Schule zu wechseln. (!) Hätte man das nicht anders lösen können??? "A" waren die Artigen (wer...

Zitat... zum Thema EM-Rente

...meiner psychiatrisch behandelnden Ärztin. "Frau ..., sie haben eine schwere dissoziative Erkrankung. Es steht außer Frage, dass sie die Rente weiterhin benötigen. Sie sind definitiv nicht arbeitsfähig. Punkt." Danke. Das sorgt im Innen für etwas Beruhigung.

Herum-Denke-Tag

In den letzten 24h bin ich aus dem Gedankenkarusell kaum heraus gekommen... Begonnen hatte alles mit einem seltsamen Traum, der von einer Person handelte, die ich schon 25 Jahre nicht mehr gesehen oder gesprochen hatte. Daher auch nie viel an ihn gedacht hatte... Bis hin zum Abend, gedanklich zu jemand anderem übergegangen. Wir haben seit etwa 3 Jahren nichts mehr miteinander zu tun. Sooo krass erinnern möchte ich mich gar nicht. Das Hirn holt mir banale Details derart kristallklar hoch, als wären sie vor wenigen Stunden erst passiert. Ich möchte das nicht. Ich möchte ggern im Hier und Jetzt sein. Ich möchte präsent sein - für meine Familie, für das was ich gerade tue, für das was Schönes um mich ist... Doch das gelingt mir immer nur für kurze Zeitspannen... Es ist, als ob mein Hirn einfach ein Eigenleben führt. Gestern habe ich mit der Klinik telefoniert. Ja, erneut die Bestätigung, dass sie mich aufnehmen. Ich rücke auf der Liste vorwärts. Aber sie können mir noch nicht sagen, wann i...

HimBär

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Malt und zeichnet:

Sonntagsgast

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Ein Grünspecht hat uns besucht...: 😍

Weisheiten vom Grauhaarküken

  🐣 Tabletten sind Echt komische Gesellen Manche mögen lieber Ganz alleine im Bauch sein Andere ziehen die Gesellschaft von Essen vor... 🐣 Euer Grauhaarküken

Bloggerin im Winterschlaf

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...zumindest könnte man das denken. Gerade ist es hier sehr ruhig. Von Zeit zu Zeit mal Fotos auf Insta. Sonst ist nicht allzuviel 'Output' da im Moment. Natürlich gehen mir immer mal wieder verschiedene Themen durch den Kopf (je nach dem, für wen gerade was besonders interessant ist). Im Wesentlichen warte ich: Auf eine Rückmeldung der Klinik, welcher ich im Nov. meine Unterlagen zugesandt habe. Auf eine Rüvkmeldung der Rentenversicherung. Ich warte... Wir warten! Bis zum Jahresende habe ich zum Teil schon 'zwanghaft' in Tätigkeiten wie Mosaikrätseln oder Handy-daddeln gesteckt. Dagegen wollte ich etwas unternehmen. Auch : Mehr raus gehen und in Bewegung kommen steht nach wie vor auf dem Plan. 🫡😬 Die tägliche Handyzeit konnte ich immerhin schon 3 Wochen in Folge senken. 💪🏼 Eine sinnvolle 'Kritzelalternative' zum Mosaikrätsel hat sich auch gleich zu Neujahr aufgetan: Zentangeln! Das Gute daran ist, dass man überhaupt nicht gut zeichnen können muss. Wer einen...

Zwischen den Jahren

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Weihnachten ist passé. Nun ist die Zeit zwischen den Jahren. Eigentlich eine schöne Zeit (wenn man die Tage frei hat - ich weiß noch). Zum Lesen, zum Puzzeln, einen Film schauen, spazieren gehen. Mal wieder ein Spiel in der Familie spielen. So "richtig" will das alles nicht passen. Es ruckelt ein bißchen. Die Familie ist "älter" geworden. Die Jugend macht mehr "ihr Ding" vorallem die Große. Die Alten finden sich damit immer häufiger in der Situation von vor laaanger Zeit wieder: Wir machen wieder alleine. Irgendwie gut und auch wieder seltsam... Das Innen ist gerade relativ ausgeglichen. Auf Wunsch gab es Lego vom WeihnachtsMann: Der weltbeste Ehemann hat uns aus der Lego Botanicalserie die Sukkulenten geschenkt. Drei von insgesamt neun Stück, welche man zusammen arangieren kann, sind fertig.  Außerdem gab es noch eine 1000 Puzzelteile Black Box. Drinnen fanden wir ein Landschaftsbild (eine Wanderin vor einem Bergsee), welches wir uns SO wahrscheinlich nie...

Über Geschenke

Wann ist ein Geschenk, ein Geschenk? ...wenn es selbstlos ist. ...wenn es von Herzen kommt. ...wenn man nichts dafür erwartet. Doch was ist mit Geschenken, bei denen man mit deren Annahme unweigerlich Verpflichtungen eingeht. Zum Danksagen. Ok! Zum Benutzen, Aufstellen etc.pp. - dass dem "Zwang" zu gefallen und der unweigerlichen Verpflichtung, dass es dadurch präsent bleibt...?! Letzenendes die "Erhöhung" und "Aufwertung" - Das "Geliebtsein", welches der Schenkende dadurch erfährt und wahrnimmt...??? Jeder kennt das und hat es schonmal erlebt: Man erhält ein Geschenk, dass einem nicht gefällt. Eine "Reklamation" des Geschenkes ist aus diversen Gründen nicht drin. Man bedankt sich idealer Weise freudig und artig und sieht sich fortan der Problematik gegenüber, wie man das Präsent nach und nach aus dem Fokus rückt, damit man es eines Tages "schmerzfrei" für beide Seiten entfernen kann. 🙈 Ist also ein Geschenk noch ein Geschenk...