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Planlos?!

Spontan war vorhin die Frage im Kopf: "Sind da eigentlich Pläne für die Zukunft...?" (im Sinne von Arbeit/ Beruf) Die allererste Reaktion war ein entrüstetes "Nein!. Natürlich nicht." Danach war Stille... gefolgt von leisem Murmeln der Gedanken. Wenn die finanzielle Zukunft abschließend gesichert wäre, dann würden wir schon gerne ein kleines Ehrenamt annehmen. Vielleicht eine Lesepatenschaft ein- bis zweimal die Woche in einer Grundschule, für Kinder, denen das Lesenlernen noch Schwierigkeiten bereitet. Oder einen Vorlesenachmittag in einem Seniorenheim.  Vielleicht aber auch eine Art Hilfstätigkeit für ähnlich Betroffene, wie ich selbst, die aber noch ganz am Beginn ihres Therapieweges stehen. (Da gibt es einen konkreten Begriff dafür, welcher mir gerade nicht in den Sinn kommt...: irgendwas mit "peer" ?) Vielleicht aber auch etwas ganz anderes, wer weiß? Solange die langfristige, wirtschaftliche Absicherung noch nicht safe ist, traue ich mir das nicht zu...

Für meinen Lehrer

Hallo lieber Herr H., leider habe ich es damals verpasst, Ihnen zu sagen, was für eine coole Socke sie doch damals waren! In einem Schülerleben begegnen einem ja so etliche Lehrerpersönlichkeiten - fiese, nette, unsichere, nachsichtige, strenge, humorlose, legere und was noch so alles. Aber die allerwenigsten sind so coole Socken, wie Sie! Keine Ahnung, wie alt Sie damals waren...?! Wenn ich heute raten müsste, würde ich sagen: Frisch von der Uni! Nachdem unsere alte Klassenlehrerin nach der Dritten in den Ruhestand gegangen war, standen Sie nach den Sommerferien in der Vierten als Überraschung vor uns. Oder besser - Sie saßen. Halb auf dem Lehrertisch ganz vorn. Ein Bein baumelte leicht in der Luft, das andere hatte Bodenkontakt. So wurden auch die kommenden zwei Schuljahre mit Ihnen. Egal ob Mathe, Deutsch, Sport oder gar auf Klassenfahrt - wir hatten immer sehr viel zu Lachen mit Ihnen. Sie haben uns ernst genommen, sie haben uns gelobt... Sie haben Kleines groß gemacht und zu Große...

Keine Gleichung

Angelika Mann ist verstorben. Sie erlag einem jahrelangen Brustkrebsleiden. In der DDR und später auch in Ost & West war die 1,49m große "Lütte" bekannt als Sängerin, Schauspielerin, Kabarettistin - vorallem aber als kleine Frau mit großem Herzen und großer Berliner Schnauze... Die meisten Menschen kennen sie vielleicht am ehesten vom "Traumzauberbaum", den sie zusammen mit Reinhard Lakomy und Monika Ehrhardt in den 80-ern produzierte.  Viele Kinder sind mit diesen Geschichtenliedern aufgewachsen. So auch ich. Wir hatten einen Plattenspieler, aber nur sehr wenige Schallplatten. "Der Traumzauberbaum" war eine davon und auch die Allerschönste! Waldwuffel und Moosmutzel erleben mit dem Traumzauberbaum eine spannende Reise durch die Fantasiewelt auf der Suche nach dem Regengeist, der sich beleidigt verzogen hat. Doch nun nach 76 Jahren ist ihr Künstlerleben ein für alle Mal vorbei. Wieder einmal hat die Menschheitsgeisel Krebs ein Leben viel zu früh beende...